Landrat Meyer unterstützt neue Weichenstellung im Wolfsmanagement

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Görlitz, 22. September 2023. Der Umwelt- und Planungsausschuss des Deutschen Landkreistages möchte dem Wolfsmanagement in Deutschland neue Impulse zu geben. Landrat Dr. Stephan Meyer, der Sachsen in diesem Gremium vertritt, zeigt sich erfreut über den Beschluss und unterstreicht dessen Bedeutung.

Kontroverse im Visier: Die mögliche Legalisierung der Wolfjagd spaltet die Gemüter.

Foto: mtorben auf Pixabay

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Ein kontroverses Thema, eine kontroverse Entscheidung

Der Wolf, der sich in den vergangenen Jahren in Deutschland, insbesondere in Sachsen, wieder angesiedelt hat, ist Anlass für kontroverse Diskussionen. Auf der einen Seite steht der Artenschutz, auf der anderen die zunehmenden Schäden durch Wolfsangriffe auf Weide- und Haustiere. In dieser Gemengelage tagte der Umwelt- und Planungsausschuss des Deutschen Landkreistages, in den Landrat Dr. Stephan Meyer vom Sächsischen Landkreistag als Vertreter entsandt wurde. Neben anderen Themen stand das Wolfsmanagement prominent auf der Tagesordnung der 69. Sitzung in Jever, Landkreis Friesland.


Landrat Meyer plädiert für Anpassungen


„Der Beschluss des Ausschusses markiert einen wichtigen Schritt in der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen im Umgang mit Wolfsbeständen“, so Meyer. Er ist der festen Überzeugung, dass der Wolf in Deutschland nicht mehr als gefährdete Art betrachtet werden kann. Daher spricht er sich für eine Überprüfung des Schutzstatus des Wolfs auf europäischer Ebene aus. „Es ist an der Zeit, den Wolf aus dem Anhang IV der FFH-Richtlinie zu entfernen und ihn stattdessen dem Anhang V zuzuordnen“, erklärt der Landrat.


Was kommt als Nächstes?


Der Beschluss des Ausschusses ebnet den Weg für weitere politische Diskussionen sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene. Meyer fordert darüber hinaus die Überarbeitung der bestehenden naturschutz- und jagdrechtlichen Bundesgesetze. Ziel ist es, eine reguläre Bejagung des Wolfes in bestimmten Monaten zu ermöglichen und die Entnahme von sogenannten "Problemwölfen" und -rudeln schnell und unbürokratisch durchführen zu können.


Der Beschluss wird sicherlich weiterhin für Diskussionen sorgen, nicht nur im politischen Raum, sondern auch in der Bevölkerung. Die Entscheidung des Umwelt- und Planungsausschusses des Deutschen Landkreistages, die von Landrat Dr. Stephan Meyer ausdrücklich befürwortet wird, setzt ein deutliches Signal für einen ausgewogeneren Umgang mit der wachsenden Wolfspopulation in Deutschland.

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  • Quelle: red / Landratsamt Görlitz
  • Erstellt am 18.09.2023 - 13:25Uhr | Zuletzt geändert am 22.09.2023 - 09:36Uhr
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