Sakrales im Biblischen Haus (Neuer Termin!)

Görlitz-Zgorzelec. „Wegen Baufälligkeit geschlossen“ - solche Schilder mussten bis auf eine Ausnahme noch nicht an den Kirchen im Bereich des Bistums Görlitz angebracht werden. Die kontinuierliche Baupflege durch die katholischen Kirchengemeinden mit Unterstützung der Abteilung Bauerhaltung/Baubetreuung der Kirchenaufsichtsbehörde konnte dies bisher verhindern.

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Ausstellung kirchlicher Denkmalpflege

Dabei geschieht kirchliche Denkmalpflege nicht durch Hand auflegen wie mancher Zeitgenosse meinen würde, sondern durch Hand anlegen! Die Hand des Fachmanns - des Kirchenmalers, des Stuckateurs, des Glas-Restaurators - rührt sich nicht für Gottes Lohn: Erhebliche finanzielle Mittel wendet die katholische Kirche in Deutschland für den Erhalt ihrer Denkmale auf.

Dass kirchliche Denkmalpflege im Bistum Görlitz trotz der extremen Diaspora-Situation und der vergleichbar bescheidenen Mittel sich nicht zu verstecken braucht, zeigt eine kleine Ausstellung in der Erdgeschosshalle des Biblischen Hauses ab dem 27. Oktober 2007 in der Görlitzer Altstadt. Dabei werden schlaglichtartig an fünf Sakralbauten Schwierigkeiten und Chancen kirchlicher Denkmalpflege vorgestellt: Die Kathedrale Sankt Jakobus in Görlitz als Bischofskirche des Bistums, die Reichenbacher Kirche Sankt Anna, die Kirche Sankt Joseph in Bernsdorf, die Cottbuser Kirche „Zum guten Hirten“ und die katholische Kirche Sankt Antonius in Dahme/Mark im Nordwesten des Bistums sind dabei Beispiele für die denkmalpflegerischen Leistungen der letzten Jahre.

Die Botschaft der Ausstellung lautet: Es sind nicht die großen Dome und Kathedralen, die unsere Region prägen. Es sind eher die kleinen und mittleren Stadtkirchen und die große Zahl der Dorfkirchen, die den Menschen, ob Christ oder Nichtchrist, Orientierung und Heimat geben. Wie in einem Brennglas spiegelt sich in den Sakralbauten das religiöse Leben früherer und heutiger Generationen. Wenn die Kirchen zum Sprechen gebracht werden, liefern sie einen wichtigen Beitrag zum Werteverständnis unserer zunehmend säkularen Gesellschaft. Sie zu erhalten, muss ein Gesamtanliegen unserer Gesellschaft sein. Die Kirchen dürfen bei diesem Kraftakt vom Staat nicht allein gelassen werden. Gleichzeitig ist bürgerschaftliches Engagement gefragt.

Die kleine Ausstellung ist zum Tag des offenen Denkmales entstanden, der dieses Jahr Sakralbauten zum Schwerpunktthema hatte. Sie beruht auf einer privaten Initiative des Görlitzer Architekten Thomas Backhaus und wurde mit Unterstützung des Bischöflichen Ordinariates Görlitz und der Firma Magnet-Werbung mit einfachen Mitteln ermöglicht.


Hingehen! (Neuer Termin!)
5. bis 30. November 2007, Biblischen Haus, Neißstraße, Görlitz

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  • Quelle: /Thomas Backhaus | Update vom 22.10.2007 - 18:55 Uhr
  • Erstellt am 22.10.2007 - 18:50Uhr | Zuletzt geändert am 25.10.2007 - 19:36Uhr
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