Sorbisches Brauchtum ist mehr als Folklore

Berlin, 11. September 2007. Die Förderung des sorbischen Volkes sei mehr als Folkloreförderung, sie sei vielmehr eine Meßlatte für den Umgang mit Minderheiten in der Bundesrepublik, so der Linkspartei-Bundestagsabgeordnete Dr. Ilja Seifert, der in Görlitz sein Wahlkreisbüro hat. Aus diesem Grund dürfe der Bund die Länder Brandenburg und Sachsen nicht allein lassen. Der Rechnungshof hatte die Frage aufgeworfen, ob der Bund sich nicht aus der Förderung zurückziehen solle, weil Kulturförderung Ländersache sei.

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Zur Förderung des sorbischen Volkes durch den Bund

Die geplante Kürzung der Mittel um 600.000 Euro und die gleichzeitige Androhung einer Haushaltssperre von 2 Millionen Euro unterlaufen die notwendige Weiterentwicklung der Fördermechanismen und gefährden die Existenz einer Minderheit.

Angesichts der durch die Braunkohlepolitik unwiderruflich verlorenen Siedlungen in der durch die Sorben und Wenden geprägten Lausitz und der durch arbeitsmarktpolitische Entscheidungen fortschreitenden Abwanderung muss die Förderung des sorbischen Volkes auf neue Fundamente gestellt werden. Eine schrittweise Anhebung der Mittel für die Stiftung für das Sorbische Volk, wie von Experten gefordert, könne da nur der erste Schritt sein, so Seifert.

Besondere Instrumente der Förderung müssen für die Ausbildung sorbischer Lehrerinnen und Lehrer, den Erhalt sorbischer Schulen und Kindereinrichtungen sowie für die Fortschreibung so erfolgreicher Herangehensweisen wie im WITAJ-Projekt entwickelt werden.

Mehr:
Sorbisches Brauchtum: Die Vogelhochzeit

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  • Quelle: /red | Update vom 11.09.2007 19:21 Uhr
  • Erstellt am 11.09.2007 - 19:21Uhr | Zuletzt geändert am 08.09.2020 - 08:05Uhr
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