Thema Helenenbad kocht weiter
Görlitz, 11. Juni 2020. Die Übernahme des Helenenbades durch die KommWohnen Service GmbH schlägt weiter Wellen. Nach einem vorgestern von der Stadtratsfraktion Motor Görlitz/Bündnisgrüne eingereichten Beschlussantrag, der eine Variantenprüfung und ein Konzept für die künftige Nutzung und Betreibung des Helenenbades als Basis für eine fundierte Entscheidung über die Zukunft des Bades fordert, hat sich jetzt auch die Görlitzer Stadtratsfraktion der Linkspartei zu Wort gemeldet.
Neue Ideen prüfen, aussieben und realisieren
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Mirko Schultze meint wie seine Fraktionskollegen von Motor Görlitz/Bündnisgrüne ebenfalls, dass wichtig gewesen wäre, verschiedene Modelle zu bedenken, zu prüfen und dann eine gemeinsame Entscheidung zu treffen: "Eine Ausschreibung unter dem Dach des Zweckverbandes Neißebad, eine Übergangsführung durch die Stadt selbst, eine Übertragung an einen neuen Verein oder ein Stiftungsmodell. Vieles wäre denkbar gewesen und hätte unterschiedliche Lösungen ermöglicht." Er sieht das Helenenbad als einen Ort für die Durchführung von Familienfesten, die Nutzung als grünes Klassenzimmer, für Open Air Kino und Themenmärkte, selbst eine Arbeitsgemeinschaft unterschiedlicher Nutzer ist für ihn denkbar.
Schultze kritisiert: "Dies war aber offenbar nicht gewollt und somit wird eine schon beim Förderverein Helenenbad offensichtlich gewordene Problemlage deutlich. Das Helenenbad wurde nur im Rahmen der engen Sichtweise und unter Einbeziehung eingefahrener Lösungsideen gedacht. Dies konnte, trotz Versuchen unterschiedlicher Akteure weder im Rat noch im Förderverein in den letzten Jahren aufgelöst werden und hat zum Stillstand des Projektes geführt. Der AUR wie der Förderverein haben es nicht geschafft, neue Ideen, welche durchaus angesprochen wurden, aufzunehmen."
Deshalb richtet die linke Stadtratsfraktion nun den Görlitzer Oberbürgermeister auf, in einen offenen Dialog zu treten, dessen Ziel ein innerstädtisches Freibad ist, das nicht in Konkurenz zum Berzdorfer See steht. Das Gelände soll kulturell, sportlich und als Freizeitstätte für Familien, junge Menschen und Kinder genutzt werden und dennoch nicht über Gebühr den kommunalen Haushalt belasten. Schultze: "Wir haben großes Vertrauen in die Arbeit der KommWohnen, dass gilt für ihre Kernaufgabe genauso, wie für die Entwicklung am See oder der alten Herberge. Die Schmälerung der Handlungsfähigkeit durch unangekündigte Geldentnahmen sowie die Übertragung des Helenenbads jetzt sehen wir kritisch. Hier hätte man bürgerschaftliches Engagement und Lösungskompetenz von Netzwerken einer scheinbar einfachen Lösung vorziehen müssen."
Kommentar:
Eins wird wieder einmal klar: Einfach Lösungen gibt es nicht in der Politik. Klar ist aber auch, dass die Zukunft des Helenenbades eine nüchterne Herangehensweise braucht: Ergebnisoffene Ideensammlung, Variantenvergleich, kybernetische Kalkulation von Nutzen für die Stadtgesellschaft und Belastungen für das Stadtsäckel und schließlich eine vom Stadtrat getragene Entscheidung.
Anders gesagt: Das Helenenbad eignet sich hervorragend als Innovationsobjekt. Zur Erinnerung: Innovationen sind realisierte neue Ideen. An Ideen mangelt es anscheinend nicht,
meint Ihr Thomas Beier


Rudi Rabauke, Redaktionshund
Von Andreas am 20.07.2020 - 23:05Uhr
Rudi, ein Hundeplanschbecken ist vorhanden.
Es muss nur aufgestellt werden..........

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- Quelle: red | Foto: © Görlitzer Anzeiger
- Erstellt am 11.06.2020 - 05:18Uhr | Zuletzt geändert am 11.06.2020 - 06:08Uhr
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