Förderung des ländlichen Raums

Sachsen. "Gewinner des LEADER-Wettbewerbs in Sachsen ist der gesamte ländliche Raum", kommentierte Sachsens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Stanislaw Tillich angesichts der Fülle an Ideen das Ergebnis. Insgesamt sind 5.400 Ideen eingereicht wurden, an denen sich nahezu alle Gemeinden (34 Regionen) Sachsens beteiligten. "Alle, die sich an den Kriterien des Wettbewerbs gehalten haben, können mit einem Förderaufschlag von mindestens fünf Prozent rechnen", versicherte der Minister.

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5.400 Zukunfts-Ideen eingereicht

Insgesamt sind nun über 10.000 Seiten Papier durchzulesen und auszuwerten. Damit wurde das Büro für Projektentwicklung und Sozialplanung Sachsen mit Sitz in Chemnitz beauftragt, das alle Beiträge für ein Auswahlgremium aufbereiten soll. In diesem Gremium werden neben dem Umwelt- und Landwirtschaftsministerium, Abgeordnete des Sächsischen Landtages, Verbände und Vereine des ländlichen Raums auch Vertreter der Wirtschaft und Wissenschaft vertreten sein.

Hier soll besonders unter die Lupe genommen werden, welchen Wert die Idee für die wirtschaftliche Entwicklung einer Region hat. "Die Zukunft des ländlichen Raums hängt von Arbeitsplätzen ab. Ziel ist, junge Familien in der Region zu halten", hat Tillich das Ziel vorgegeben. Maximal ein Drittel des ländlichen Raums kann LEADER-Gebiet werden. Die ausgewählten Regionen wird der Minister im Herbst auf Vorschlag des Auswahlgremiums benennen. Sie erhalten vorrangig Fördermittel aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum und einen bis zu zehnprozentigen Aufschlag auf den Regelfördersatz.

Die neue Bewerbungsrunde als LEADER-Gebiet ist im Oktober vergangenen Jahres gestartet. Die Kommunen und Dörfer des ländlichen Raumes waren aufgerufen, integrierte ländliche Entwicklungskonzepte (ILEK) als Grundlage für die Förderperiode bis 2013 zu erarbeiten. Für den ländlichen Raum steht im kommenden Förderzeitraum deutlich weniger Geld zur Verfügung. Daher müsse, so Tillich, jeder auszugebende Euro den größtmöglichen Effekt erzielen.

Insgesamt 422 Millionen Euro stehen aus dem Förderprogramm ELER bis 2013 - vorbehaltlich der Zustimmung der EU - für die Ländliche Entwicklung zur Verfügung.

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  • Quelle: /red | Karte: /Gottschall
  • Erstellt am 17.08.2007 - 08:34Uhr | Zuletzt geändert am 17.08.2007 - 08:42Uhr
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