Bundespräsident im Landkreis Görlitz
Landkreis Görlitz, 16. Oktober 2018. Von Thomas Beier. Gestern war Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier samst Gattin Elke Büdenbender, Tross und lokalen Reisebegleitern im Landkreis Görlitz unterwegs. Die Reise gehört zu seinem Besuchsprogramm ländlich geprägter Gegenden, die unter dem Motto "Land in Sicht – Zukunft ländlicher Räume" steht.
Abbildung: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender, Verwaltungsrichterin
Einer der schaut, zuhört und nicht schweigt
Zur durchorganisierten Reise gehörten Begegnungen mit Politikern, Abgeordneten und Bürgern. Start war bei den Görlitzer Siemensianern, die nächsten Stationen das Landratsamt in Görlitz und Ostritz, wo sich Bürger für ein Miteinander und gegen Extremismus engagieren. Aufmerksamkeit erhielt auch die Redaktion eines Ortsblattes durch bundespräsidialen Besuch.
Bei den Akteuren der Hillerschen Villa, die ihren Sitz in Zittau hat, informierte sich Steinmeier in deren Begegnungshaus in Großhennersdorf über Jugendarbeit und Demokratieprojekte im sächsischen Teil der Dreiländerregion Oberlausitz. Abends empfing er Ehrenamtler in der Hillerschen Villa.
Besucht hat Steinmeier bereits den Bayerischen Wald und die Uckermark. Er will sich mit seinem Besuchsprogramm in ländlich-strukturschwachen Gegenden selbst ein Bild machen, wie es um die Entwicklung in ländlichen Raum steht und wie die Bewohner das sehen. Nun kann man sagen, auch das sei nur ein Blick durch die Glasscheibe, weil es Gespräche nur mit ausgesuchten Leuten gibt und auch die besuchten Orte sorgfältig ausgewählt sind. Dennoch: besser, als gar nicht. Die Politik scheint zu erkennen, dass kein Staat zu machen ist, wenn die Regionen außerhalb der Ballungszentren nicht mitgenommen werden auf dem Weg zur aufgeklärten, offenen Gesellschaft mit Chancen für alle.
Frank-Walter Steinmeier, promovierter Jurist, darf gewiss als geerdet gelten und hat bewiesen, dass er bei Fehlentwicklungen nicht zuschaut, ohne sich zu Wort zu melden, selbst wenn er sagen muss, für einen Moment ratlos zu sein, so wie beim Treffen der türkischstämmigen Fußballerwaden mit "ihrem" Präsidenten Erdoğan. Sich im widersprüchlichen Umfeld zu positionieren braucht ein breites Kreuz, anders als bei Wetterhähnen, deren Horizont nur bis zur nächsten Wahl reicht.



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- Quelle: Thomas Beier | Foto: Matthias Wehnert
- Erstellt am 16.10.2018 - 16:21Uhr | Zuletzt geändert am 16.10.2018 - 17:10Uhr
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