Linkspartei zerrt am Sattel des Landrats
Landkreis Görlitz, 29. April 2015. FRS. Das muss man den SED-Nachfolgern lassen: Sie spielen mit in der Demokratie und sorgen für Bewegung. So haben die Genossinnen und Genossen jetzt ihren langjährigen und gewichtigen Vorsitzenden Mirko Schultze, Vorsitzender des Kreisverbandes Görlitz der Linkspartei, Mitglied des Stadtrates Görlitz, Mitglied des Kreistages Görlitz und Mitglied des Sächsischen Landtages, zu ihrem Kandidaten für die Wahl des Görlitzer Landrates am 7. Juni 2015 nominiert - und das weitgehend einmütig: 95 Prozent der stimmberechtigten Gesamtmitgliederversammlungsteilnehmer stimmten für ihn.
Schultze: Der Landkreis muss gestaltet, nicht nur verwaltet werden!
In seiner Rede zur Kandidatur hatte Schultze betont: "Es geht nicht darum, den Landkreis nur zu verwalten. Wir müssen gestalten! Nach 25 Jahren CDU-Vorherrschaft im Kreis, Land und meist auch im Bund hat sich gezeigt: Die CDU hat keine Lösungen für die aktuellen Probleme. Schlimmer noch: Sie verschweigt die höchste Arbeitslosigkeit, die geringste Kaufkraft, kaum noch funktionierende Strukturen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, bei kulturellen Angeboten, bei öffentlichen Nahverkehr und das trotz zahlreicher engagierter Ehrenamtlicher, die meist einspringen, wenn der Landkreis wieder mal versagt."
Kandidat Schultze möchte am 7. Juni die Möglichkeit eröffnen, einen neuen Weg zu wählen: "Duckmäusertum in Dresden oder Berlin und Heldengesänge in der Heimat haben die Entwicklung des Landkreises zum Stillstand gebracht. Ich möchte, dass die Menschen wieder mitentscheiden und ihre Kompetenz in eigener Sache genutzt wird. Mein Wahlangebot richtet sich nicht an die, die sich im Filzbett der CDU eingerichtet haben. Mein Angebot richtet sich an alle Menschen im Landkreis, die einen neu gestalteten Landkreis wollen."
Schutze weiter: "Ich rufe alle, die der Privatisierung der Politik durch die CDU nicht mehr tatenlos gegenüber stehen wollen, auf, nicht durch die Kultivierung unserer Unterschiede den Monopolanspruch der CDU zu zementieren sondern, am gemeinsamen Interesse ausgerichtet, einen Neuanfang zu zu wagen!"
Kommentar:
Wenn Schultze sarkastisch sagt: "Wir haben keine Chance, nutzen wir sie", dann klingt das wie ein Wahlkampfmotto. Und er trifft damit den Nagel auf den Kopf: Demokratie lebt nicht davon, dass jemand die Mehrheit hat und Bestimmer sein darf, sondern dass die politischen Lager im Diskurs stehen.
In Zeiten des Wahlkampfes kann man den Bürger mit zugespitzten Parolen besonders gut erreichen, eigene Standpunkte verdeutlichen und gegen den politischen Gegner argumentieren.
Das werden die Linkparteiler nutzen, meint Ihr
Fritz R. Stänker
ionen stehen wir ihnen gern zur Verfügung:
Mirko Schultze
Mail: mirko.schultze@gmx.de
Internet: www.mirko-schultze.de
Telefon: 0173 5383158



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- Quelle: Fritz Rudolph Stänker | Grafik: Nemo, pixabay, Lizenz CC0 Public Domain
- Erstellt am 29.04.2015 - 10:49Uhr | Zuletzt geändert am 29.04.2015 - 11:23Uhr
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