Parkeisenbahn Görlitz erhält finanzielle Unterstützung

Görlitz, 8. April 2014. Das Sächsische Staatsministerium für Arbeit, Wirtschaft und Verkehr hat am 4. April die Richtlinie zur Verwendung der im Doppelhaushalt 2013/2014 eingestellten Fördermittel zur langfristigen Sicherung der Sächsischen Schmalspurbahnen, Museumsbahnen und Parkeisenbahnen zur Mitzeichnung an die anderen Ministerien gegeben. Damit ist der Betrieb unter anderem der Parkeisenbahn Görlitz (gegründet als Pioniereisenbahn), der Muskauer Waldeisenbahn und des Zittauer Boahnls (Foto) langfristig gesichert.

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Förderprogramm zur Sicherung sächsischer Schmalspur-, Museums- und Parkeisenbahnen

Die jetzt beschlossene Förderrichtlinie hat ihre Wurzeln im März 2012, als die CDU/FDP-Fraktion den Antrag "Attraktivität der sächsischen Schmalspurbahnen erhöhen - Zukunft der Bahnen langfristig sichern" stellte. der Sächsische Landtag hatte seinerzeit mit den Stimmen der Koalition die deutliche und langfristige Unterstützung für alle Schmalspurbahnen beschlossen.

Zu den Maßnahmen gehört, dass laut der ab dem Jahr 2015 geltenden "Verordnung des Verkehrsministeriums zur Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs" (ÖPNVFinVO) die für die Bahnen vorgesehenen Zuweisungen an die Verkehrsverbünde - insgesamt voraussichtlich 8,74 Millionen Euro - erstmals rein zweckgebunden ausgezahlt werden. Dieses verfahren garantiert, dass diese Gelder wirklich und ohne Abzug bei den fünf Schmalspurbahnen in den Verkehrsverbünden ankommen.

Für 2013/2014 stehen neben den Zuweisungen an die Verkehrsverbünde für die Schmalspurbahnen noch einmal elf Millionen Euro im Haushalt zur Verfügung. Der aktuelle Doppelhaushalt weist erstmals einen eigenen Haushaltstitel über drei Millionen Euro pro Jahr zur Förderung von Investitionen von Schmalspur-, Museums- und Parkeisenbahnen aus. Im Haushalt sind zudem Betriebshilfen für Schmalspurbahnen in Höhe von einer Million Euro für das Jahr 2013 und von drei Millionen Euro im Jahr 2014 eingestellt.

Die Dampfbahn-Route-Sachsen soll mit einer weiteren Million Euro touristisch gefördert werden. Außerdem sind Mittel sind für den kompletten Wiederaufbau der Weißeritztalbahn, die vom Hochwasser 2002 schwer beschädigt wurde, eingeplant. Die Döllnitzbahn war in den Jahren 2013/2014 durch zusätzliche Landesmittel von jeweils 270.000 Euro für den Betrieb bezuschusst worden.

Torsten Herbst, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag, zeigt sich mit dieser Entwicklung zugrieden: "Die 2012 von der Koalition angeschobene Neuregelung der Finanzierung der sächsischen Schmalspurbahnen ist damit in die Tat umgesetzt. Darauf sind wir als FDP-Fraktion sehr stolz, denn die Unterstützung der Dampfbahnen war ein wichtiger Punkt, den wir im sächsischen Koalitionsvertrag verankern konnten."

Laut Herbst hätten die Betreiber der Schmalspurbahnen jetzt Planungssicherheit für den Betrieb und eine angemessene Unterstützung bei der Instandhaltung und Wartung der vorhandenen Netzinfrastruktur und Fahrzeugtechnik. "Die Schmalspurbahnen sind nicht nur ein wichtiger Faktor für die touristische Attraktivität einer Region, sondern auch bedeutender Zeitzeuge der sächsischen Industriegeschichte. Neben den Verkehrsunternehmen kümmern sich Bürger ehrenamtlich und oft in Vereinen mit beeindruckendem Engagement um die Traditionspflege der historischen Dampfbahnen. Dieses Stück Heimat verdient deshalb auch eine angemessene Unterstützung durch das Land", fasst Herbst zusammen.

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  • Quelle: red | Foto: © www.BeierMedia.de
  • Erstellt am 08.04.2014 - 09:07Uhr | Zuletzt geändert am 08.04.2014 - 09:53Uhr
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