Neujahrsansprache 2007 des Ministerpräsidenten Georg Milbradt

Dresden. Der sächsische Ministerpräsident hat am 1. Januar 2007 im MDR-Fernsehen eine Neujahrsansprache gehalten. Hier der Wortlaut zum Nachlesen.

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Wortlaut

"Meine Damen und Herren, liebe Sachsen,

Das Jahr 2007 hat begonnen, das alte liegt hinter uns. Es war für Sachsen ein gutes Jahr. Für viele von Ihnen hat sich die persönliche Lage verbessert. Denn sie haben wieder Arbeit gefunden.

Mich freut daher eines ganz besonders: Die Zahl derer, die keine Arbeit haben, ist so gering wie seit 10 Jahren nicht mehr. Die sächsische Wirtschaft hat die höchste Wachstumsrate in Deutschland.
Aber immer noch ist die Anzahl der Arbeitslosen viel zu hoch. Alles zu tun, um diese Zahl weiter zu senken, bleibt unsere wichtigste Aufgabe.
Die Aussichten für das neue Jahr sind Erfolg versprechend: Die sächsische Wirtschaft soll wieder überdurchschnittlich wachsen. Viele Unternehmen wollen zusätzliche Arbeitskräfte einstellen, neue Firmen werden nach Sachsen kommen.
Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter sowie eine moderne Infrastruktur sind unsere Trümpfe. Der Ausbau des Flughafens in Leipzig-Halle als Drehkreuz für die Luftfracht ist ein gutes Beispiel.

Unser Freistaat überzeugt unsere ausländischen Partner in Europa und der ganzen Welt. Zum Tag der Deutschen Einheit waren wir Gastgeber in der Deutschen Botschaft in Washington. Das war eine gute Gelegenheit, unsere Kunst und Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft zu präsentieren.
Tausende Gäste waren begeistert, darunter auch Altbundeskanzler Helmut Kohl und der frühere amerikanische Präsident George Bush. Beide erinnerten in bewegenden Worten an das Jahr der Wiedervereinigung 1990. Seitdem haben wir einen langen, schwierigen Weg zurückgelegt. Im letzten Jahr brauchten wir erstmals keine neuen Schulden aufnehmen. Und wir wollen das auch in den kommenden Jahren fortsetzen und so unsere Kinder und Enkel nicht weiter belasten.
So können wir mehr Geld für Dinge ausgeben, die für unsere weitere Entwicklung große Bedeutung haben:

Bildung ist mir wichtig. Ich freue mich, dass unsere Kinder bei den internationalen Tests gut abgeschnitten haben. Ich danke unseren Lehrerinnen und Lehrern für ihr Engagement. Jedes Kind braucht eine Chance. Dafür muss besonders die vorschulische Bildung weiter ausgebaut werden. Eine gute Ausbildung ist das beste, was wir unseren Kindern mitgeben können.
Wir wollen unsere Familien stärken. Eltern tragen viel Verantwortung. Das verdient unsere Anerkennung und Unterstützung.

Sachsen liegt in der Mitte Europas. Gute Beziehungen zu unseren Nachbarn und den weltweiten Partnern sind wichtig. Denn unsere Wirtschaft lebt vom Export.
Offene Grenzen, gemeinsamer Handel und Weltoffenheit garantieren unseren Wohlstand. Das galt immer in unserer Geschichte. Und das gilt ganz besonders für die Zukunft.

Meine Damen und Herren,

auch im letzten Jahr hat Sachsen Schlagzeilen gemacht. Leider auch traurige.

Vor fast einem Jahr wurden zwei sächsische Ingenieure im Irak entführt. Ich bin froh, dass beide heil nach Sachsen zurückgekehrt sind. Wir haben unsere Landsleute nicht im Stich gelassen. Und darauf können wir stolz sein.

Gäste aus aller Welt kamen im Sommer zur Fußballweltmeisterschaft. Leipzig war ein großartiger Gastgeber! Die Stimmung war überwältigend. Überall Schwarz-Rot-Gold und natürlich auch unsere Sachsen-Fahnen.
Ich habe mich sehr darüber gefreut, wie wir uns für unsere Mannschaft und unser Land begeistert haben.

Einer der schönsten Momente im letzten Jahr war es, zusammen mit der Bundeskanzlerin das Grüne Gewölbe in Dresden nach über 60 Jahren wieder zu eröffnen. Seitdem herrscht dort ein riesiger Andrang. Sachsen besitzt dank seiner Kultur und Geschichte einmalige Schätze, die wir der Welt mit Stolz zeigen können.

Im Vertrauen auf unsere eigene Kraft wollen wir die vor uns liegenden Herausforderungen angehen!

Meine Frau und ich wünschen Ihnen für das Neue Jahr alles Gute und Gottes Segen!"

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  • Quelle: /SMK
  • Erstellt am 02.01.2007 - 12:06Uhr | Zuletzt geändert am 02.01.2007 - 12:09Uhr
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