Görlitzer Piraten nun wählbar

Görlitz, 21. März 2014. Die Piraten - gewissermaßen eine Partei neuen Typus - wollen zum ersten Mal zur Stadtratswahl in Görlitz antreten - und haben das Limit der nötigen 160 Unterstützer-Unterschriften deutlich übererreicht. Und zwar schon eine Woche vor der gestern endenden Frist.

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Stänker: Sind die Piraten die Erben gescheiterter Parteien?

"Für die zahlreiche Unterstützung, das Vertrauen und die Hilfe bei der Unterschriftensammlung bedanken sich die Görlitzer Piraten bei allen Bürgerinnen und Bürgern", so Jens Bekersch, Kapitän auf dem Görlitzer Piratenschiff.

Im neuen Görlitzer Stadtrat wollen sich die Piraten für eine transparente Verwaltung, mehr Bürgerbeteiligung, die kommunale Netzpolitik und die Förderung der regionalen Wirtschaft einsetzen. Ziel sind "handfeste Zukunftsperspektiven" für Unternehmer wie Arbeitnehmer.

Außerdem fühlen sich die Neißepiraten grundsätzlichen Themen wie Toleranz, Vielfalt und Meinungsfreiheit verpflichtet.

Die Piraten Görlitz wären keine Piraten, stünde ihr Wahlprogramm zur Stadtratswahl Görlitz nicht bereits online.

Kommentar:

"Die Enkel fechten´s besser aus!", scheint Leitspruch des gesellschaftlichen Wandels unter den Deutschen nicht erst seit der frühbürgerlichen Revolution zu sein.

Sind die Piraten die Enkel - besser : Erben - von FDP und bündnisbewegten Grünen?

Mir deucht es so - gelingt doch der FDP der liberale Befreiungsschlag nicht (Jungliberale Nacktärsche mutieren nicht zur Kommune 1 und bleiben nun mal bloß das, was sie zeigen) und die Grünen verkrusten unter dem Zwiespalt zwischen dem Anspruch der frühen Jahre und der machterhaltenden Realpolitik.

Ob sich die Piraten zum Koalitionspartner einer der etablierten Parteien oder zum Einzelgänger entwickeln, bleibt offen.

Dass sie sich aber entwickeln, steht fest,

meint Ihr Fritz R. Stänker

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  • Erstellt am 20.03.2014 - 22:45Uhr | Zuletzt geändert am 20.03.2014 - 23:37Uhr
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