Zweite Sächsische Verzehrstudie
Dresden, 24. Oktober 2006. Der Gesundheit zu Liebe: mehr Gemüse, weniger Fleisch – das ist die Grundaussage der 2. Sächsischen Verzehrstudie. "Wir sind nicht gleich ein Volk von Vegetariern, wenn wir unserer Gesundheit zu Liebe die Gewichtung zwischen den Lebensmittelgruppen Fleisch und Gemüse vertauschen. Und wir tun der Gesundheit unserer Kinder wirklich etwas Gutes, wenn wir ihren deutlich zu hohen Verzehr an Süßem einschließlich der süßen Limonaden einschränken", so das Fazit von Gesundheitsministerin Orosz zur 2. Sächsischen Verzehrstudie. Die Ergebnisse dieser für die sächsische Bevölkerung repräsentativen Studie stellte sie heute erstmals der Öffentlichkeit vor.
Essgewohnheiten unter der Lupe
Nährstoffdefizite gibt es laut Ernährungsstudie lediglich bei der Versorgung mit dem Vitamin Folsäure sowie den Spurenelementen Jod und Fluor. Auf eine ausreichende Versorgung mit dem Vitamin Folsäure sollten vor allem Frauen, die schwanger sind oder die planen, schwanger zu werden, achten. Denn dieses Vitamin spielt bei der Zellteilung eine zentrale Rolle und hilft dabei, Missbildungen wie z.B. Neuralrohrdefekten bei Föten vorzubeugen.
"Ein Problem teilen die Sachsen jedoch mit allen Deutschen", konstatierte Orosz weiter, "ihr Appetit ist oftmals zu groß." Mehr als die Hälfte der Sachsen ist übergewichtig oder sogar fettsüchtig (adipös).
Während "nur" rund 31 Prozent der Frauen einen Body Mass Index (BMI) zwischen 25 und 30 aufweisen, sind es bei den Männer rund 49%. Ebenso wiegt bei den Männern das Problem der Adipositas (Fettsucht) schwerer: Hier ergab sich für rund 21% der Männer ein BMI über 30, während es bei den Frauen "nur" rund 18% sind.
"Jeder sollte sein alltägliches Essverhalten anhand der Waage prüfen. Denn ein zu hohes Gewicht in Kombination mit weiteren Risikofaktoren wie Rauchen, hohem Blutdruck oder Bewegungsmangel lässt das Risiko von Herzkrankheiten, Schlaganfall oder Diabetes deutlich ansteigen. Für mehr Lebensqualität im Alter lohnt es sich, heute sein Gewicht von Zeit zu Zeit zu kontrollieren und wenn nötig präventiv gegenzusteuern", resümiert Orosz.
Die 2. Sächsische Verzehrstudie wurde im Auftrag der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales durchgeführt. Sie baut methodisch auf der ersten Verzehrstudie auf, so dass erstmals das Ernährungsverhalten von 1999 (1. Verzehrstudie) mit dem von 2004/2005 (2. Verzehrstudie) verglichen werden konnte. Die Ergebnisse bilden die Basis für eine realitäts- und praxisbezogene Ernährungs- und Verbraucherinformation in Sachsen. Insgesamt wurden 1 293 Sachsen im Alter von 4 bis 80 Jahren befragt. Um saisonale Schwankungen zu berücksichtigen, fand die Befragung in drei zeitlich versetzten Wellen statt. 914 Personen führten ein Ernährungstagebuch, in dem sie über drei Tage hinweg das notierten, was sie gegessen und getrunken haben. Die Durchführung der Studie oblag der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg.
Mehr:
- Die Studie ist abrufbar unter https://www.sms.sachsen.de/
- Nicht in der Kartoffel: Vitamin D
- Ernährungsumstellung angesagt: Volkskrankheit Reizdarm



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- Quelle: /SMS061024
- Erstellt am 24.10.2006 - 14:36Uhr | Zuletzt geändert am 10.08.2022 - 17:58Uhr
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