Sau tot! ohne Jagd
Landkreis Görlitz, 17. November 2020. Die Afrikanische Schweinepest (ASP) – für den Menschen ungefährlich – ist bei Wildschweinen über Polen auch in Deutschland angekommen. Es besteht große Sorge, dass die Krankheit auf bäuerliche Viehbestände übergreift. Deshalb wird im Landkreis Görlitz, in dem erste Infektionen nachgewiesen wurden, gezielt nach toten Wildschweinen, sogenanntem Fallwild, gesucht.
Erheblicher Aufwand bei der Suche nach Fallwild
In Afrika wird die Schweinepest von der Lederzecke, die es zum Glück in Europa nicht gibt, übertragen. In Europa "erfolgt eine Übertragung durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder deren Kadavern, die Aufnahme von Speiseabfällen oder Schweinefleischerzeugnissen bzw. -zubereitungen sowie andere indirekte Übertragungswege (Fahrzeuge, kontaminierte Ausrüstungsgegenstände einschließlich Jagdausrüstung, landwirtschaftlich genutzte Geräte und Maschinen, Kleidung). Der Kontakt mit Blut ist der effizienteste Übertragungsweg", wie das Friedrich-Löffler-Institut auf seiner Webseite schreibt.
Infizierte Tierteile gefunden
Am vergangenen Wochenende konnte das ASP-Virus erneut an je einem gefundenen Vorderlauf und einem Hinterlauf nachgewiesen werden. Die Fundorte liegen wieder im Ortsteil Pechern / Pěchč der Gemeinde Krauschwitz i.d. O.L. / Krušwica nahe der Grenze zu Polen, rund zwei beziehungsweise vier Kilometer vom Erlegungsort des ersten positiv getesteten Wildschweins entfernt. Sie wurden vermutlich durch Beutegreifer, in der Fachsprache Prädatoren genannt, verschleppt. Aktuell wartet der Landkreis noch auf Untersuchungsergebnisse weiterer Funde von Fallwild unmittelbar an bzw. aus der Neiße.Die Symptome mit der ASP infizierten Tiere sind recht unterschiedlich und nicht spezifisch, zu ihnen gehören Fieber, Durchfall und Veränderungen an den Organen – schließlich verenden die Tiere.
Suche vorerst beendet
Betroffen neben dem Landkreis Görlitz ist vor allem der Landkreis Märkisch Oderland. Im Landkreis Görlitz konnte gestern vorzeitig die gezielte Suche nach toten Wildscheinen im zivilen Bereich des gefährdeten Gebietes abgeschlossen werden. "Dank der zahlreichen Helfer von Bundeswehr, Technischen Hilfswerk, der Freiwilligen Feuerwehren, dem Staatsbetrieb Sachsenforst und der Bereitschaftspolizei sowie den ortsansässigen Jägern und Hundeführern ist es uns gelungen am vergangenen Wochenende die letzten Teile des betroffenen zivilen Gebietes abzusuchen. Sie haben Hand in Hand mit unserem Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt und dem Kreisforstamt eine hervorragende Arbeit geleistet", konnte Landrat Bernd Lange gestern Mittag Vollzug melden.Die Fallwildsuche ist Teil der Maßnahmen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Landkreis Görlitz und dient zur Ermittlung der Ausdehnung des tatsächlichen Infektionsgeschehens. Aktuell waren pro Tag bis zu 170 Personen im zivilen Bereich des gefährdeten Gebietes im Einsatz.
Mehr:
Weitere Informationen und Hinweise zur Afrikanischen Schweinepest im Landkreis Görlitz.



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- Quelle: red | Foto: © Görlitzer Anzeiger
- Erstellt am 17.11.2020 - 11:39Uhr | Zuletzt geändert am 03.07.2021 - 10:41Uhr
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