Gesunde Ernährung und Bewegung: Altersdiabetes gezielt vorbeugen

Bild zu Gesunde Ernährung und Bewegung: Altersdiabetes gezielt vorbeugenGörlitz, 15. Februar 2020. Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßig Sport treiben, möglichst auf Alkohol und Süßigkeiten verzichten – seinen Alltag rundum gesund zu gestalten, ist gar nicht so einfach. Schließlich hat wohl jeder Mensch seine kleinen Laster. Unerlässlich wird ein ausgewogener Lebensstil jedoch, wenn Übergewicht oder Erkrankungen wie Diabetes ins Spiel kommen. Womit kann man die körperliche Gesundheit dann gezielt unterstützen?

Vor allem Gemüse ist die erste Wahl für Diabetiker, aber auch für Ernährungsbewusste
Foto: Deborah Breen Whiting, Pixabay License
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Diagnose Diabetes: Viele Stellen bieten Hilfe an

Organisationen wie der Diabetikerbund Sachsen bieten Diabetikern Hilfestellung, sich im Alltag mit Diabetes zurechtzufinden. Ob in Dresden, Leipzig oder Görlitz – die sogenannten Diabetes-Lotsen stehen Menschen aus ganz Sachsen zur Seite. Wer sich lieber selbst erst einmal über das Thema informieren möchte: Detaillierte Informationen zum Thema Diabetes bietet auch Diabetes.Help. Ob persönliche Beratung oder Informationsportal im Internet: Für Diabetiker gibt es zahlreiche Anlaufstellen, die Hilfe im Umgang mit der Krankheit bieten. Zusätzlich sollten Diabetiker regelmäßig zu Kontrollbesuchen bei ihrem Arzt erscheinen. Auch dieser beantwortet bei Bedarf Fragen zum Thema Diabetes und gibt Tipps, wie man am besten mit der Krankheit umgeht.

Selbst aktiv werden: das A und O

Vor allem im höheren Alter steigt das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Laut dem Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) treten die ersten Symptome von Typ-2-Diabetes meist ab dem 40. Lebensjahr auf. Aber auch im jüngeren Alter ist eine Erkrankung nicht ausgeschlossen. Anders als bei Diabetes Typ 1, der vermutlich durch genetische Faktoren oder Autoimmunerkrankungen ausgelöst wird, spielt beim Typ 2 der Lebensstil eine wesentliche Rolle für das Erkrankungsrisiko. Übergewicht und Bluthochdruck durch zu eine einseitige, zucker- oder fettlastige Ernährung, kombiniert mit einem Mangel an Bewegung, stellen die größten Risikofaktoren dar, die zu Diabetes Typ 2 führen können.

Mit kleinen Schritten viel erreichen

Ob vorbeugend oder nach der Diabetes-Diagnose: Eine Ernährungsumstellung und mehr Bewegung können die Auswirkungen der Krankheit und das körperliche Wohlbefinden maßgeblich beeinflussen: Bereits sehr einfache Maßnahmen haben oft eine große Wirkung.
    • Mehr Bewegung in den Alltag integrieren: Der Alltag lässt sich zum Beispiel bereits aktiver gestalten, indem man die Treppen statt den Fahrstuhl benutzt, häufiger spazieren geht oder das Fahrrad benutzt. Noch besser ist es, regelmäßig Sport zu treiben. Auch für Menschen im höheren Alter gibt es passende Sportarten.

    • Fleischlose Rezepte ausprobieren: Auch wenn die Roulade verlockend köstlich schmeckt, lohnt es sich, vegetarische Rezepte in den Alltag zu integrieren: Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkorn-Lebensmittel enthalten viele wertvolle Ballaststoffe. Wer nicht auf seinen Braten verzichten möchte, sollte versuchen, nicht oft fleischreich zu essen und ihn sich beispielsweise nur am Sonntag gönnen.

    • Zucker reduzieren: Vor allem Limonaden und andere gesüßte Getränke enthalten sehr viel Zucker und damit übrigens auch viele Kalorien. Besser sind Wasser oder ungesüßte Tees. Vorsicht ist auch geboten bei einer Vielzahl an Fertiggerichten: Bei diesen am besten immer die Inhaltsstoffe auf der Verpackung auf zugesetzten Zucker oder Zuckeraustauschstoffe überprüfen und gegebenenfalls besser auf eine Alternative zurückgreifen.

    • Mehr gesunde Fette konsumieren: Vor allem ungesättigte Fettsäuren sind wichtig für eine ausgewogene Ernährung. Insbesondere Fisch, Nüsse, Samen und verschiedene Öle wie Raps- oder Olivenöl enthalten viele ungesättige Fette.

    • Milchprodukte in Maßen genießen: Nicht nur Fleisch, sondern auch Butter und Milch enthalten hingegen gesättigte Fettsäuren. Diese sollte man nur in Maßen zu sich nehmen oder zu fettarmen Varianten greifen – also zum Beispiel zu fettarmer Milch statt Vollmilch.

    • Alkohol nur selten trinken: Es spricht nichts dagegen, zum Geburtstag mit einem Glas Sekt anzustoßen oder zum Abendessen ab und zu ein Glas Wein zu trinken. Wichtig ist jedoch, das man nicht mehrmals pro Woche Alkohol trinkt.

    • Nicht gestresst und unter Zeitdruck essen: Im Alltag nehmen wir uns häufig zu wenig Zeit für unsere Mahlzeiten. Dabei ist es wichtig, in Ruhe zu essen, statt in Eile alles herunterzuschlingen. Wer sich ausreichend Zeit für seine Mahlzeiten nimmt, lernt schnell, dass das Sättigungsgefühl bereits bei kleineren Portionen einsetzt.

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  • Quelle: red | Foto: dgreen / Deborah Breen Whiting, Pixabay License
  • Erstellt am 14.02.2020 - 05:49Uhr | Zuletzt geändert am 15.02.2020 - 06:08Uhr
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