Ohrenschmerzen beim Fliegen: Was hilft?
Görlitz, 10. Juli 2017. Wer online über entsprechende Portale einen Flug in den Urlaub bucht oder das im Reisebüro erledigt hat, will die Vorfreude im Flieger so richtig genießen. Ungünstig, wenn einem Ohrenschmerzen beim Flug einen Strich durch die Rechnung machen. Doch was kann man tun, wenn das Trommelfell durch die wechselnden Druckverhältnisse im Flieger schmerzt? Der Görlitzer Anzeiger hat einige Tipps zusammengestellt.
Woher kommt der Schmerz?

Der Flieger sinkt, die Ohren dröhnen: Viele Reisende kennen den schmerzhaften Druck im Ohr, der bei steigender oder fallender Flughöhe entsteht. Oft treten auch unangenehme Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit auf. Die Ursache des unangenehmen Druckgefühls liegt in der Anatomie unserer Ohren. Das Mittelohr ist ein beinahe vollständig in sich geschlossener Luftraum, der lediglich über die Eustachische Röhre belüftet wird. Steigt der Druck in der Außenumgebung an - wie beispielsweise bei der Landung des Flugzeugs - wird das Trommelfell wegen des nun dahinter vorhandenen Unterdrucks nach innen gepresst. Das kann für die Betroffenen sehr schmerzhaft sein und erzeugt das Gefühl, wie durch Watte zu hören. Im Normalfall erfolgt der Druckausgleich im Ohr intuitiv durch Gähnen oder Schlucken, um die Eustachische Röhre wieder zu öffnen. So kann die Luft im Ohr entweichen und der Druck auf dem Trommelfell lässt nach. Wem die Ohren trotzdem noch schmerzen, der kann versuchen, den Druckausgleich etwas "kraftvoller" auszulösen. Hierfür hält man sich die Nase zu und presst die Luft bei geschlossenem Mund fest in die Nase.
Vorsicht bei Flügen mit Erkältung
Problematischer wird es jedoch für all diejenigen, die mit einer Erkältung in den Urlaubsflieger steigen. Häufig sind die Schleimhäute gereizt und geschwollen und versperren so den Weg zum Trommelfell. In diesem Fall reicht das Gähnen und Schlucken meist nicht mehr aus. Wer trotz Schnupfen in den Urlaub fliegen möchte, der sollte vorsorgen. Hilfreich können beispielsweise abschwellende Nasensprays und atemwegsbefreiende ätherische Öle sein. Kleiner Tipp: Vorsicht bei der Größe des Fläschchens – mehr als 100 ml dürfen nicht mit ins Handgepäck. Wer besonders stark erkältet ist, sollte nicht ohne vorherigen Arztbesuch in den Flieger steigen, denn schlimmstenfalls drohen Entzündungen und Blutungen im Ohr. In solchen Fällen kann der HNO-Arzt eine künstliche Dauerbelüftung des Ohrs mithilfe eines Paukenröhrchens einrichten.Nicht jeder Flug verursacht Ohrenschmerzen
Ein Trost für alle Betroffenen: Nicht jeder Flug muss zwangsläufig mit Ohrenschmerzen verbunden sein. So ist mitunter der Winkel des Landeanflugs auf den Flughafen entscheidend. Liegt der Zielflughafen beispielsweise direkt hinter oder mitten in einem Gebirge, ist der Anflug besonders steil. Der schnelle Höhenverlust erfordert dabei einen ständigen Druckausgleich und kann die besagten Ohrenschmerzen auslösen. Hat der Pilot jedoch genügend Zeit und Platz, um die Maschine langsam herunter zu bringen, können sich die Ohren besser an die Druckverhältnisse gewöhnen.


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- Quelle: red | Foto Ohr: © Flickr "Ear", Foto: Travis Isaacs, Lizenz: CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten; Foto Flugzeug: hpguesen / Erich Westendarp, Pixabay, Lizenz CC0 Public Domain
- Erstellt am 10.07.2018 - 08:33Uhr | Zuletzt geändert am 23.02.2022 - 19:09Uhr
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