Gefährliche Helferlein

Dresden. Wenn er nicht mehr kann wie er soll, dann liegt in den Versprechungen der oft skrupellosen Anbieter diverser Mittelchen für manchen Naivling ein gewisser Reiz. Das sächsische Gesundheitsministerium nimmt die aktuellen Maßnahmen der zuständigen Behörden in Brandenburg gegen einen Anbieter von Arzneimitteln im Internet zum Anlass, um erneut vor den Gefahren illegaler Arzneimittel aus dem Netz zu warnen.

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Gesundheitsministerium warnt erneut vor Gefahren illegaler Arzneimittel aus dem Internet

Im vorliegenden Fall wurden über das Internet u.a. potenzfördernde Medikamente unter der Bezeichnung "Ceedra" vertrieben. Die Präparate wurden als rein pflanzliche Arzneimittel der traditionellen chinesischen Medizin beworben. Laut Anbieter würden die allseits bekannten Nebenwirkungen synthetischer Produkte bei diesen Arzneimitteln nicht auftreten.

Laboruntersuchungen dieser Präparate haben allerdings ergeben, dass in Ihnen ein nicht deklarierter synthetischer Wirkstoff als Hauptbestandteil enthalten ist. Dieser Stoff ist in seiner Wirkung problematisch und unterliegt aus diesem Grund der ärztlichen Verschreibungspflicht. Diese illegal vertriebenen Medikamente können deshalb z.B. bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen.

Aus diesem Grund rät das sächsische Gesundheitsministerium dringend davon ab, Arzneimittel von unklaren oder unseriösen Anbietern aus dem Internet zu beziehen. Der Versandhandel mit Arzneimitteln ist in Deutschland seit 2004 erlaubt. Versandapotheken müssen jedoch eine spezielle behördliche Erlaubnis besitzen. Innerhalb der EU verfügen nur zugelassene Internetapotheken aus den Niederlanden und Großbritannien über vergleichbare Sicherheitsstandards und dürfen deshalb Arzneimittel nach Deutschland versenden.

Der Internet-Bezug von Arzneimitteln aus Nicht-EU-Staaten ist nicht erlaubt.

Um Schäden für die eigene Person oder die Zusendung gefälschter Arzneimitteln zu vermeiden, sollte vor einer Arzneimittelbestellung über das Internet immer geprüft werden, ob es sich um ein legales Angebot handelt. Zugelassene Anbieter stellen solche Informationen ohne weiteres zur Verfügung.

Am sichersten kauft man jedoch Arzneimittel in der Apotheke vor Ort. Dort erhält man auch qualifizierte und persönliche Beratung.

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  • Quelle: /red
  • Erstellt am 21.06.2007 - 21:46Uhr | Zuletzt geändert am 21.06.2007 - 21:51Uhr
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