Pflanzenschutzmittel in Obst und Gemüse?

Dresden. Sächsisches Obst und Gemüse waren den Untersuchungsergebnissen der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen (LUA) zufolge auch 2006 erfreulich gering mit Rückständen an Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln behaftet, teilte das sächsische Gesundheitsministerium heute in Dresden mit.

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Ergebnisse der amtlichen Lebensmittelüberwachung 2006

Die LUA hat im Jahr 2006 insgesamt 201 Proben Frischobst, -gemüse und Kartoffeln von sächsischen Erzeugern auf Rückstände an Pflanzenschutz- und Schädlingsbe-kämpfungsmitteln untersucht. Davon waren 145, das entspricht 72,1 % der Proben oh-ne jegliche Rückstände. In weiteren 40 Proben (19,9 %) wurde der Rückstand eines Wirkstoffes nachgewiesen und in 16 Proben (8 %) wurden Rückstände von zwei und mehr Wirkstoffen, sogenannte Mehrfachrückstände, festgestellt.

Darauf hinzuweisen ist, dass der bloße Nachweis von Pflanzenschutzmittelrückständen nicht ohne Weiteres bedenklich ist; entscheidend ist die Höhe der Rückstände. Die Anwendung von Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln ist notwendig, um die Kulturpflanzen und auch die Erntegüter vor Schädlingen, Krankheiten und anderen negativen Einflüssen zu schützen. Nach Anwendung der Mittel sind Rückstände auf den behandelten Kulturen unvermeidbar. Zum Schutz der Verbraucher vor überhöhten Rückständen sind in Deutschland Höchstmengen in der Rückstands-Höchstmengenverordnung festgelegt. Das gesicherte Überschreiten der Höchstmengen ist verboten; derartig belastete Ware darf nicht vermarktet werden.

Deshalb ist die Feststellung entscheidend, dass bei keiner der 2006 untersuchten 201 Proben von sächsischen Erzeugern eine gesicherte Höchstmengenüberschreitung festgestellt wurde, die zu einer Beanstandung der Ware geführt hat.

Obst und Gemüse sind auf Grund ihres Gehaltes an Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen von großer ernährungsphysiologischer Bedeutung und sehr gesund. So kann das sächsische Gesundheitsministerium jede zusätzliche Portion an Obst und Gemüse im Rahmen einer ausgewogenen Mischkost ausgesprochen empfehlen. Hinsichtlich der Situation von Rückständen an Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln in Obst und Gemüse, ist generell gesehen, Produkten der Saison sowie einheimischer Erzeugern der Vorzug zu geben.

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  • Quelle: /red
  • Erstellt am 22.02.2007 - 16:28Uhr | Zuletzt geändert am 22.02.2007 - 16:28Uhr
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