Grippe oder Erkältung – das sind die Unterschiede

Görlitz, 9. Januar 2015. Im Winter haben Erkältung und Grippe Hochsaison. Verstopfte Nase, Halsschmerzen und Husten sind Symptome, die bei beiden Erkrankungen auftreten können. Aber obwohl die Krankheitsbilder ähnlich sind, unterscheidet sich ein grippaler Infekt deutlich von einer echten Grippe.

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Was man wissen sollte, wenn sich Beschwerden einstellen

Ansteckung und Verlauf

Eine Erkältung kann von einer großen Anzahl an verschiedenen Viren ausgelöst werden. Insgesamt sind bis zu 100 verschiedene Viren als Erreger eines grippalen Infekts bekannt. Das Spektrum reicht von Adenoviren bis hin zu Rhinoviren. Bei der Grippe aber kommt nur das Influenza-Virus in Frage. Deshalb wird die Grippe von Fachleuten auch als Influenza bezeichnet.

Erkältungen treffen viele Patienten bis zu vier Mal im Jahr und sind in der Regel harmlos. Eine heftige Grippe ist dagegen eine ernstzunehmende Erkrankung.

Ein grippaler Infekt kündigt sich normalerweise bereits einige Tage im Voraus an. Kratzen im Hals, laufende Nase und Kopfschmerzen treten nacheinander auf und sind Vorboten der Erkältung, die zwei bis drei Tage nach Ausbruch ihren Höhepunkt erreicht. Nach einer Woche ist aber das Schlimmste überstanden.

Anders bei der Grippe. Wie aus dem Nichts stellt sich ein extremes Krankheitsgefühl ein. Mehrere Symptome wie Schüttelfrost, Fieber, Abgeschlagenheit und Gliederschmerzen erfassen gleichzeitig und intensiv den ganzen Körper. Bis eine Influenza auskuriert ist, dauert es deutlich länger als bei einem grippalen Infekt.

Behandlung und Schutz

Egal ob Grippe oder Erkältung, der geschwächte Körper sollte jetzt unbedingt geschont werden. Bettruhe und Behandlung der Symptome reichen bei einem grippalen Infekt und einer leichten Influenza in der Regel aus. Medikamente mit dem Wirkstoff Pseudoephidrinhydrochlorid, z. B. Boxagrippal, kann man mittlerweile bequem in Online-Apotheken wie mycare.de bestellen. Sie lindern typische Erkältungssymptome wie Fieber, Kopfschmerzen und verstopfte Nase.

Sind die Symptome bzw. der Krankheitsverlauf der Grippe heftiger, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, der nach einer Diagnose auch verschreibungspflichtige Medikamente wie Neuraminidase-Hemmer verordnen kann.

Antibiotika helfen gegen Influenza übrigens nicht - da die Infektion über Viren statt Bakterien erfolgt, ist der Nutzen sehr gering. Sollte der Grippepatient aber zusätzlich unter einer Bakterieninfektion wie beispielsweise einer Lungenentzündung leiden, ist in der Regel eine Therapie mit einem Antibiotikum erforderlich.

Ein starkes Immunsystem hilft in jedem Fall, Krankheitserreger abzuwehren. Schutz vor der Grippe bietet eine Impfung, die jährlich aufgefrischt werden muss. Diese Maßnahme schützt allerdings nur vor der Influenza. Eine Erkältung kann weiterhin auftreten.

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  • Erstellt am 09.01.2015 - 08:42Uhr | Zuletzt geändert am 09.01.2015 - 11:53Uhr
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