Unfallgefahr: Putzmittel gehören nicht in Kinderhände
Görlitz, 19. November 2014. Auch in den Görlitzer Krankenhäusern keine unbekannte Situation: Jedes Jahr werden Kinder in die Notaufnahme eingeliefert, die sich eine Vergiftung zugezogen haben (ca. 2,1MB). Doch wie konnte es so weit kommen? In den meisten Fällen haben sie sich unbemerkt am Medizinschrank zu schaffen gemacht oder sich an den leicht zugänglichen Putzmitteln vergriffen. Experten sind sich jedoch sicher, dass 60 Prozent der registrierten Unfälle von den Eltern hätten vermieden werden können.
Foto: © istock.com/H_Barth
Gifte und gefährliche Stoffe dürfen für Kinder nicht erreichbar sein!
Leider befinden sich gefährliche Putzmittel wie Abfluss- und Backofenreiniger, Entkalker und Essigessenz, Rohrreiniger und Unkrautvernichter oftmals in Reichweite von Kinderhänden. Für sie sehen die bunt bedruckten Flaschen äußerst reizvoll aus – wenn auch ihr Inhalt giftig ist.
Um zu vermeiden, dass Kinder den Inhalt trinken und somit ihre Gesundheit gefährden, sollten Eltern unbedingt auf folgende Punkte achten:
- Bewahren Sie alle Putzmittel außerhalb der Reichweite von Kindern auf
(nicht unter der Spüle)! - Füllen Sie die Reinigungsmittel niemals in Getränkeflaschen ab!
- Verzichten Sie auf ätzende Putzmittel, deren Inhalt tödlich sein kann
(siehe Etikett auf der Rückseite)!
Wie erkennt man eine Vergiftung?
Sollte sich ein Kind dennoch unbemerkten Zugang zu Arznei- oder Putzmitteln verschaffen, erkennen Sie eine mögliche Vergiftung oft anhand folgender Symptome:
- Ihr Kind verhält sich merkwürdig: es ist erregt, zittert, geht unsicher, ist müde, apathisch oder sogar bewusstlos.
- Ihr Kind beklagt sich über Übelkeit, muss sich erbrechen und hat Durchfall.
- Ihr Kind bekommt Krampfanfälle oder krampfartige Bauchschmerzen.
- Ihr Kind sabbert plötzlich, hat einen erhöhten Speichelfluss.
- Ihr Kind hat starke Kopfschmerzen und leidet unter Schwindelanfällen.
- Ihr Kind bekommt kaum noch oder gar keine Luft mehr,
- Ihr Kind erleidet einen Schock.
-
CMD und Osteopathie: Eine ganzheitliche Lösung bei Kiefergelenksbeschwerden
Görlitz, 18. März 2025. Man stelle sich vor, in einen Apfel zu beißen und plötz...
-
Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung der Gesundheit und einer gesunden Ernährung
Görlitz, 4. Februar 2025. Trotz der Vielfalt an Lebensmitteln gelingt es vielen Menschen nicht,...
-
Neues Jahr, neue Gesundheit: Wie Physiotherapie Verletzungen vorbeugt
Görlitz, 23. Dezember 2024. Das neue Jahr beginnt für viele Menschen mit dem Wunsch, aktiv...
-
Moderne Zahnbehandlungen: Schonende Verfahren und innovative Technologien
Görlitz, 19. Dezember 2024. Die Zahnmedizin hat in den vergangenen Jahren bemerkenswerte Fortsc...
-
Landkreis Görlitz startet Fachkräftekampagne Pflege
Görlitz, 9. Dezember 2024. Der Landkreis Görlitz hat gemeinsam mit dem Ausbildungsverbund ...
- Quelle: red | Foto: © istock.com/H_Barth
- Erstellt am 19.11.2014 - 11:32Uhr | Zuletzt geändert am 19.11.2014 - 12:11Uhr
Seite drucken
Im schlimmsten Fall kommt es sogar zu einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Versagen.
Bevor es dazu kommt, sollten Sie SOFORT das Giftinformationszentrum (bundesweit speziell bei Vergiftungen bei Kindern Tel. 0228 - 1 92 40) anrufen bzw. einen Notarzt (bei Lebensbedrohung Tel. 112) kontaktieren. Und da jede Sekunde zählt, ist es wichtig, dass Sie Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten – wie man sich im Falle einer Vergiftung richtig verhält, erfahren Sie hier.


