Zoll macht dicht

Berlin | Dresden, 13. November 2006. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat bereits am vergangenen Montag in Berlin die Schließung der Zoll- und Verbrauchsteuerabteilung der Oberfinanzdirektion Chemnitz mit Sitz in Dresden bekannt gegeben. Betroffen sind ca. 180 Beschäftigte.

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Sachsen fordert Ausgleich vom Bund

Sachsens Finanzminister Dr. Horst Metz, der sich mehrfach beim Bund für die Beibehaltung von Zollbehörden im Freistaat stark gemacht hatte, reagierte enttäuscht auf die Mitteilung aus Berlin: "Wir verlieren dadurch qualifizierte Arbeitsplätze in Sachsen. Außerdem ist die Präsenz des Zolls in Sachsen überaus sinnvoll. Schließlich hat der Freistaat lange Grenzen zur Tschechischen Republik sowie zur Republik Polen und steht somit in besonderer Verantwortung. Außerdem macht die Ansiedlung des DHL-Frachtkreuzes am Leipziger Flughafen eine starke sächsische Zollverwaltung erforderlich."

Auch sieht der Minister den Bund in der Verantwortung: "Vor dem Hintergrund der Schließung von Bundeswehrstandorten in Sachsen besteht die Verpflichtung des Bundes, auf gleichmäßige Verteilung seiner Behörden auf die Länder zu achten. Ich wünsche mir deshalb, dass der Bund einen sinnvollen Ausgleich schafft."

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  • Quelle: /SMF061106
  • Erstellt am 13.11.2006 - 01:44Uhr | Zuletzt geändert am 22.12.2020 - 06:30Uhr
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