Altengerechte Infrastruktur kostet 53 Milliarden Euro
Berlin. Wenn im Zuge des demografischen Wandels älteren Menschen - die dann den Großteil der Bevölkerung stellen - die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden soll, muss in Barrierefreiheit und eine insgesamt altengerechte Infrastruktur investiert werden.
Enormer Investitionsbedarf bei Wohngebäuden, ÖPNV sowie Straßen und im Wohnumfeld
Nach einer Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu), die im Auftrag der staatlichen KfW Bankengruppe erstellt wurde, liegt der Investitionsbedarf bis zum Jahr 2030 bei etwas mehr als 53 Milliarden Euro. Die Studie soll auf Basis konkreter Zahlen den Kommunen finanziellen Planungen für einen altersgerechten Umbau ermöglichen.
Am meisten, so die empirischen Studie, müsse in Wohngebäude, in den öffentlichen Personennahverkehr, in Straßen und ins Wohnumfeld investiert werden - insgesamt etwa 50 Milliarden Euro. Der Rest werde für Sportstätten, Bäder, Pflegeeinrichtungen, Gesundheit, Verwaltungsgebäude sowie Kultureinrichtungen benötigt. Die Werte wurden anhand von Schätzungen zu baulich-technischen Anpassungsmaßnahmen zur Barrierefreiheit ermittelt.
Für die Kommunen steigt der Handlungsdruck: 2030 wird rund ein Drittel der Bevölkerung älter als 65 Jahre sein, mancherorts wird schon 2025 der Anteil der über Sechzigjährigen über 40 Prozent liegen. Besonders betroffen sind der ländliche Raum in Ostdeutschland, Süd-Niedersachsen, das Ruhrgebiet, das Saarland sowie die Umlandregionen von Ballungsräumen.
Nach Fifu-Erkenntnissen sind bislang nur knapp zwei Drittel der Zugänge des öffentlichen Personennahverkehrs barrierefrei, bei Straßen und Wohnumfeld die Hälfte und bei den Gebäuden gerade mal ein Fünftel - Haupursache, so Kommunalvertreter: Es fehhlt das Geld.
Die Studie:
Befragt wurden 400 Städte und Gemeinden, die Rücklaufquote betrug knapp ein Drittel. Zur schriftlichen Befragung kamen Gespräche und Telefonate mit 31 Experten.
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Schutzgebühr: 18,- Euro
Studie "Altengerechter Umbau der Infrastruktur: Investitionsbedarf der Städte und Gemeinden" online erwerben
Außerdem wird die Studie wird im Laufe der nächsten Wochen auf der Internetseite der KfW sowie in der Reihe "Difu-Impulse" veröffentlicht.



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- Quelle: red | Grafik: Difu
- Erstellt am 28.01.2013 - 09:46Uhr | Zuletzt geändert am 28.01.2013 - 09:46Uhr
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