Engagierte Görlitzer ausgezeichnet

Görlitz. Das sind die besonders schönen Stunden des Oberbürgermeister-Daseins: Siegfried Deinege überreichte auf einer Festveranstaltung am 4. Dezember 2012 im großen Sitzungssaal des Görlitzer Rathauses den "Meridian des Ehrenamtes“ an fünf Bürgerinnen und Bürger und würdigte damit ihr ehrenamtliches Engagement. Ausgezeichnet wurden Gerda Neumann, Bernd-Jürgen Kießlich, Anita Kraus, Bernd-Johannes Alter und Werner Witschetzky. Die Preisträger waren aus insgesamt 18 Nominierten am 18. Oktober 2012 vom Görlitzer Stadtrat ausgewählt worden.

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Das sind die Geehrten

Oberbrügermeister Deinege bedankte sich bei den diesjährigen Preisträgern für ihre ehrenamtlich erbrachten Leistungen: "Möge Ihnen allen diese Ehrung Ansporn und Verpflichtung zugleich sein, sich auch weiterhin in Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit zu engagieren. Ich hoffe, Ihr gutes Beispiel ist Vorbild für viele Menschen, um es Ihnen gleich zu tun, und damit ein Stück zum Gemeinwohl beizutragen.“

Die Meridian-Preisträger 2012

Gerda Neumann, vorgeschlagen vom Vorsitzenden des Seniorenbeirates, Hans-Ullrich Lehmann, vom Seniorenbeauftragten der Stadt Görlitz, Jochen Tempel und von der Fraktion „Bürger für Görlitz/Die Grünen“ e. V.
Als bekennende Christin ist Nächstenliebe für Schwester Gerda eine Selbstverständlichkeit. Nach einer Ausbildung als Krankenschwester arbeitete sie im Diakonieverband Salem auf der Entbindungsstation. Sie war Schwester in der Chirurgie, Anästhesie und Intensivtherapie im Klinikum und bis 1995 Leiterin im Marthaheim der Frauenkirchgemeinde. Schon in der anspruchsvollen Zeit als Heimleiterin leistete sie ehrenamtliche Arbeit für sozial Schwache und ältere Menschen in der Stadt Görlitz. Nach dem Eintritt in den Ruhestand hat sie sich noch stärker dem Ehrenamt gewidmet. Gerda Neumann wirkt in unterschiedlichen Bereichen: Sie ist Mitglied im Seniorenbeirat und Vorsitzende der Arbeitsgruppe „Wohnen und Soziales“. Im Pflegeheim „Am Stadtpark“ ist sie die Heimfürsprecherin. Aktiv arbeitet sie auch in der Frauenkirchgemeinde mit. Alleinstehenden, Älteren und hilfsbedürftigen Menschen steht sie zur Seite und begleitet sie bei Arztbesuchen, Behördengängen, ins Krankenhaus oder auch mal zu einem Theaterbesuch.
Zitat aus der Begründung des Antrages: "Durch Ihr bescheidenes und ehrliches Auftreten ist Schwester Gerda eine anerkannte Persönlichkeit und ein Vorbild für viele Menschen“.

Bernd-Jürgen Kießlich, vorgeschlagen vom Präsidenten des Schachvereins Görlitz 1990 e.V., Matthias Grall
Seit über fünfzehn Jahren ist Bernd-Jürgen Kießlich als Sportwart im Schachverein 1990 e. V. tätig. Für die Durchführung und Absicherung des international besetzten Görlitzer Äskulapturniers zeichnete er verantwortlich. Ohne seine intensive Vorbereitung und dem großen privaten Engagement wären solche Turniere nicht durchführbar.
Zitat aus der Begründung des Antrages: "Bernd-Jürgen Kießlich ist Gründungsmitglied und langjähriger Sportwart. Die Tätigkeit ist eine herausragende Aufgabe, denn die gesamte Organisation der sportlichen Tätigkeit fällt in seinen Bereich. Bei jedem Spieltag fallen Sportler durch Krankheit oder anderen Verhinderungsgründen aus. Die Organisation von Ersatzleuten, bei bis zu sieben Mannschaften, ist mit viel Geschick und Zeitaufwand verbunden.“

Anita Kraus, vorgeschlagen vom DRK Kreisverband Görlitz Stadt und Land e. V.
Seit 1965 ist Anita Kraus Mitglied des Deutschen Roten Kreuzes und war bis zur politischen Wende als Ausbilderin im Schulsanitätsdienst tätig. Mit einer kurzen Unterbrechung engagiert sie sich seit den neunziger Jahren ehrenamtlich als Helferin im Kreisverband.
Sie arbeitet in sechs verschiedenen Bereichen mit. Im Blutspendeteam organisiert Anita Kraus den Einsatz der anderen Helfer und betreut sowohl die externen Blutspendeaktionen, als auch die wöchentlichen in der Blutspendezentrale auf der Zeppelinstraße. Die Vorbereitung und Durchführung der jährlichen Auszeichnungsveranstaltung der Blutspender liegt ebenfalls wesentlich in ihren Händen. Weiterhin betreut Anita Kraus zwei Jugend-Rot-Kreuz-Gruppen. Bei Wettkämpfen belegen ihre Gruppen regelmäßig vordere Plätze, was von einer ausgezeichneten Ausbildertätigkeit zeugt. Sie wirkt als Pflegebegleiterin und unterstützt Angehörige von pflegebedürftigen Menschen mit Rat und Tat. In der Aufbauzeit des Kreisauskunftsbüro engagierte Frau Kraus sich für die Gewinnung von ehrenamtlichen Mitarbeitern und deren Ausbildung. Seit 2002 ist sie ehrenamtliche Ausbilderin und hat den höchsten Anteil aller Ausbilder an durchgeführten Kursen pro Jahr. Zitat aus der Begründung des Antrages: "Wir schlagen Anita Kraus vor, weil sie wie keine andere ehrenamtlich Tätige im Kreisverband mit messbarer, sichtbarer Arbeit zur Massenwirksamkeit, zur Imagepflege unseres Verbandes beiträgt. Zugleich ist sie ein beispielhaftes Aushängeschild für ehrenamtliches Engagement in der Bürgergesellschaft. Sie lebt die Grundsätze und Prinzipien des Roten Kreuzes und wirkt damit weit in das Gemeinwesen der Stadt Görlitz hinein.“

Bernd-Johannes Alter, vorgeschlagen vom Verein Evangelische Stadtjugendarbeit Görlitz e. V.
Bernd-Johannes Alter ist seit der Gründung des esta e. V. im Jahr 1997 ehrenamtlich als Vorsitzender tätig und trägt für viele Projekte und Gebäude die Verantwortung. Er vertritt den Verein nach außen in den Projektgruppen und bei verschiedenen Veranstaltungen. Er leitet die monatlichen Vorstandssitzungen und begleitet einige der über 50 ehrenamtlichen Mitarbeiter und Praktikanten. In vielen Veranstaltungen nutzt er dabei sein Können als Blechbläser. In diesem Bereich und dem Verein zur Förderung der Posaunenchorarbeit in der schlesischen Oberlausitz engagiert er sich über die Kinder – und Jugendarbeit hinaus.
Zitat aus der Begründung des Antrages: "Ohne die Begleitung und die Wahrnehmung der Leitungsverantwortung durch Herrn Alter könnte der esta e. V. nicht eine so konstante Größe in der Görlitzer Jugendhilfe-Landschaft sein. Bei seinen vielfältigen ehrenamtlichen Aufgaben wirkt er nie gehetzt, sondern besonnen und achtet auf ausreichende und angemessene Kommunikation. In Konfliktsituationen kann er sich die Position des Gegenübers bewusst machen und versucht stets, sie nachzuvollziehen. Auf diese Weise wirkt er motivierend auf andere Menschen, sich ebenfalls ehrenamtlich zu engagieren. Aus diesen Gründen schlagen wir Herrn Alter für den Meridian des Ehrenamtes vor.“

Werner Witschetzky, vorgeschlagen von Werner Mönnich und der Fraktion „Bürger für Görlitz/Die Grünen“ e. V.“
Seit seiner Kindheit hat sich Werner Witschetzky der Sportart Leichtathletik verschrieben. Während der Arbeit als Sportlehrer an verschiedenen Schulen und in den damaligen Schulsportgemeinschaften betreute er viele Sportler, bereitete Spartakiadewettkämpfe vor und war an der Durchführung beteiligt.
Seit dem Jahr 1973 ist er in verschiedenen Vereinen Übungsleiter der Sektion Leichtathletik. Sein Augenmerk gilt dabei stets dem Nachwuchs. Seit der Organisation des 1. Europamarathons im Jahr 2004 ist er im Organisationsteam dieser Veranstaltung.
Zitat aus der Begründung des Antrages: "Werner Witschetzky hat einen großen Anteil am Aufbau der Strukturen des Sportamtes. Als Leiter schuf er in einigen Jahren die Voraussetzungen für die jetzigen funktionstüchtigen Strukturen. Verknüpft durch seine dienstliche und ehrenamtliche Arbeit baute er die Zusammenarbeit in der Sportart Leichtathletik mit Zgorzelec auf. Nach der politischen Wende baute er im Rahmen des GTV 1847 die Sportart Basketball in Görlitz auf.“

Der "Meridian des Ehrenamtes" wurde bereits zum 14. Mal vergeben.

Der Oberlausitzer Kreissportbund e V. und die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien ehrten mit dem "Ehrenamt 2012 im Sport“:
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Steffen Wiedemann vom Fußballverband Oberlausitz e. V.
Als aktiver und geachteter Schiedsrichter in der Kreisoberliga ist Steffen Wiedemann seit 1999 auch als Schiedsrichter-Ansetzer tätig. Bei dieser verantwortungsvollen organisatorischen Aufgabe gilt es, viele Spiele der Altersklassen C-Junioren bis zu den Männern abzustimmen. Das immense Arbeitspensum und die zusätzlich anfallenden täglichen Herausforderungen, wie beispielsweise Absagen von Schiedsrichtern, meistert Steffen Wiedemann stets akkurat und zuverlässig.

Jaroslaw Chuderski vom Europamarathonverein Görlitz-Zgorzelec e. V.
Jaroslaw Chuderski ist seit April 2007 für den Europamarathon tätig. Bekannt ist er für seinen Fleiß und die positive Arbeitseinstellung. Zudem trägt er dank seiner perfekten Beherrschung der polnischen Sprache und der guten Kontakte zu wichtigen Sponsoren maßgeblich zum Gelingen dieser großen Veranstaltung bei. Jaroslaw Chuderski hat damit auch die sportlichen Beziehungen unserer beiden Städte durch seine Arbeit wesentlich vertieft.

Andreas Rabin vom SV Ludwigsdorf 48 e. V.
Nicht nur als aktiver Fußballer steht Andreas Rabin dem SV Ludwigsdorf 48 zur Verfügung, sondern auch mit seinem Organisationstalent. Dieses stellte er vielfach u. a. bei der Ausgestaltung von vereinsinternen Veranstaltungen, Fußballturnieren oder des Spielbetriebes im Nachwuchsbereich unter Beweis. Seit 2000 gilt sein Hauptaugenmerk den Finanzen des Vereins. Dank seiner fachlichen und qualifizierten Arbeitsweise gab es nie Beanstandungen an den Vereinsbilanzen.

Steffen Hänisch von SV Lokomotive Görlitz e. V.
„Steffen Hänisch bringt sich seit seiner Kindheit aktiv in den SV Lokomotive Görlitz ein. Nach seiner Jugend bei den Schwimmern wechselte er als Erwachsener zu den Wasserballern, in deren erster Männermannschaft er seit langem fest eingebunden ist. Für den SV Lokomotive leistet Herr Hänisch zusätzlich zum aktiven Spielbetrieb mit seiner Einsatzbereitschaft und Gewissenhaftigkeit einen wertvollen Beitrag als „Spielertrainer“ sowie als Verantwortlicher für die Wettkampf- und Zeitmesstechnik.

Andreas Jurk
vom NFV Gelb-Weiß Görlitz 09 e. V.
Seit mehr als 18 Jahren ist Andreas Jurk für den NFV Gelb-Weiß Görlitz ehrenamtlich aktiv. In den ersten Jahren als Nachwuchstrainer und guter Kontaktpartner zwischen Eltern und Verein tätig, übernahm er 2008 die Funktion des Nachwuchsleiters und ist seit 2010 Mitglied des Vorstands. Neben der Organisation des Spielbetriebs im Nachwuchsbereich ist sein Schaffen vor allem durch die Zusammenarbeit mit der Stadt, den anderen Vereinen und auch Verbänden geprägt und trägt z. B. Früchte in Form des KIDS-Cup und der Kooperation mit dem polnischen Fußballverein "Kupfer Liegnitz" (Miedz Legnica). Zusätzlich zur Koordinierung aller sportplatznahen Aktivitäten trug sein Engagement maßgeblich zum Gelingen des unvergessenen 100-jährigen Vereinsjubiläums bei.

Andre Pratsch vom SV Blau-Weiß Deutsch-Ossig e. V.
„Andre Pratsch ist seit 1994 im Ehrenamt. Als ehemaliger Vorstandsvorsitzender und Kassenwart von Empor Görlitz hatte er bedeutenden Anteil an dessen reibungslosen Beitritt zur Fußballabteilung des SV Blau-Weiß Deutsch-Ossig. Mit seiner Hilfe gelangen der Aufbau und die Weiterführung des Nachwuchsstützpunktes im Görlitzer Stadion der Freundschaft. Des Weiteren leitet Andre Pratsch die Bambini-Fußballmannschaften, hält regelmäßigen Kontakt zu Kindergärten und Schulen und setzt sich für den Erhalt und die Pflege der Sportanlage Kunnerwitz ein.

Gabriele Wolf vom TV „Gelb-Weiß Görlitz e. V.“
Als bereits langjährige Mannschaftsleiterin übernahm Gabriele Wolf mit der Gründung des Tennisvereins „Gelb-Weiß Görlitz e. V.“ im Jahr 1990 die Leitung der aktiven Damen. Bis zum Jahr 2010 führte sie zwei Damenmannschaften, die regelmäßig in der Bezirksliga spielten, wobei eine auch bis in die Landesliga aufsteigen konnte. Schon 1997 übernahm Gabriele Wolf zusätzlich zum Sport die verantwortungsvolle und zeitintensive Funktion der Schatzmeisterin. Dabei hat sie sich mit ihrer fehlerfreien und termingerechten Arbeitsweise große Verdienste um den Verein erworben. Mit ihrem Auftreten und ihrer Einsatzbereitschaft ist Gabriele Wolf ein Vorbild für die jüngeren Vereinsmitglieder.

Birgit Liebig vom 1. SV Königshufen e. V.
Sportfreundin Birgit Liebig ist seit 1993 Mitglied des 1. SV Königshufen und konnte zudem fast zeitgleich als Mitglied der Revisionskommission gewonnen werden. Vor zehn Jahren übernahm sie die verantwortungsvolle Aufgabe des Finanzwarts, der sie seitdem, neben ihrer Schichtarbeit, immer gewissenhaft und zuverlässig nachkommt.

Heiko Glauer von ISG Hagenwerder e. V.
Heiko Glauer ist seit 1995 Mitglied in der ISG Hagenwerder und übernahm bereits ein Jahr später in der Abteilung Billard die Funktion des Kassierers. In diesen nunmehr 16 Jahren führte er die Kassengeschäfte gewissenhaft und ohne Beanstandungen, wofür er von den Sportkameraden seiner Abteilung sehr geschätzt wird. Darüber hinaus arbeitet Herr Glauer engagiert in der Abteilungsleitung mit.

René Palme vom SV Koweg Görlitz e. V.
René Palme ist im Jahr 2007 als engagierter Vati zum SV Koweg gekommen und übernahm seitdem immer mehr der vielseitigen Vereinsaufgaben. Angefangen bei der männlichen Nachwuchsabteilung ist er nun als Trainer der Jugendmannschaften, als Betreuer der Ganztagsangebote in den Görlitzer Grundschulen sowie als Handballschiedsrichter ins Vereinsgeschehen eingebunden und damit eine wichtige Stütze im Görlitzer Handballsport. Auch über die Grenzen des Landkreises hinaus, bringt er den Sport als stellvertretender Vorsitzender der Spielbezirksleitung von Ostsachsen voran.

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  • Quelle: red | Foto: Stadtverwaltung Görlitz
  • Erstellt am 05.12.2012 - 13:08Uhr | Zuletzt geändert am 05.12.2012 - 13:39Uhr
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