Einladung zum Volkstrauertag
Görlitz, 3. November 2011. Der Volkstrauertag - in der DDR ersetzt durch den "Internationalen Gedenktag für die Opfer des faschistischen Terrors und Kampftag gegen Faschismus und imperialistischen Krieg" - ist inzwischen auch im Osten der neuen Bundesrepublik eine feste Institution am zweiten Sonntag vor der Adventszeit. Der Tag ist dem Gedenken der Toten zweier Kriege an den Fronten und in der Heimat, an die Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen gewidmet. In Görlitz findet einen Tag vor der Gedenkveranstaltung eine Führung mit Bezug auf den Volkstrauertag statt.
Am Vortag Friedhofsführung
Die Stadt Görlitz, die Kameradschaft des ehemaligen Traditionsverbandes des Niederschlesischen Regiments 30 sowie die Kirchen laden zur Gedenkveranstaltung am Sonntag, dem 13. November 2011, um 11 Uhr am Ehrenmal auf der Dr.-Kahlbaum-Allee ein.
Am Sonnabend, dem 12. November 2011, findet die traditionelle Friedhofsführung zum Volkstrauertag „Unvergessen!“ mit Dr. Ernst Kretzschmar und Evelin Mühle statt. Treff ist um 14 Uhr auf der Freitreppe am Krematorium.
Kommentar
Während der Ruf "Nie wieder Krieg!" mit dem Aussterben der Kriegsgenerationen des Zweiten Weltkriegs verblasst gehört der Volkstrauertag zu denen wenigen Anlässen, die dem Gedenken an das getötet werden im Krieg und an die Opfer von Gewaltherrschaft gebührend Raum geben.
Um so peinlicher erscheint es, wenn in einem Ort im Landkreis Görlitz aufgerufen wird zur "Gedenkfeier zu Ehren unserer Gefallenen und Vermissten des Zweiten Weltkrieges". Nein, es geht nicht nur um "unsere" Gefallenen, es geht um die Kriegsopfer auf allen Seiten. Und die Betonung "zu Ehren" von deutschen Soldaten "des Zweiten Weltkrieges" kann nicht einmal mehr als naiv bezeichnet werden, sie wird nur von jenen übertroffen, die am liebsten wieder einen "Heldengedenktag" einführen möchten.
Es soll der Opfer gedacht werden und möge sich der Gedanke dazugesellen, wie es geschehen konnte,
wünscht Ihr Fritz R. Stänker


Volkstrauertag 2015
Von Eckhard Haas, Görlitz am 22.11.2015 - 20:44Uhr
Der Kommentar des Herrn Fritz R. Stänker - zum Volkstrauertag 2015 in Görlitz an der Stele - entspricht dem Inhalt des Namens. Stänkern kann halt jeder!
Leider hat dieser Herr nicht begriffen, daß nicht die Soldaten des 2. Weltkrieges geehrt werden.
Es wird ausdrücklich aller Toten der letzten Kriege gedacht, in der Absicht den Wahnsinn des Krieges anzuprangern und den Wunsch nach Frieden zu stärken!
Anmerkung der Redaktion:
Ja, aber offenbar kann nicht jeder lesen: Herr Stänker hatte Bezug auf ein konkretes Beispiel im Landkreis Görlitz genommen, wo es sehr wohl um die deutschen Soldaten im Zweiten Weltkrieg ging.

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- Quelle: red | Fritz Rudolph Stänker
- Erstellt am 03.11.2011 - 23:29Uhr | Zuletzt geändert am 23.11.2015 - 07:39Uhr
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