Fakten entlang der Neiße

Ostsächsische, polnische und tschechische Nachbarregionen im Vergleich. Die Mitglieder der EUREX Statistik, Mitarbeiter der Statistikämter in Jelenia Gora, Liberec und des Statistischen Landesamtes in Kamenz haben in einem Faltblatt Informationen zu unterschiedlichen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens für das Gebiet der Euroregion Neisse-Nisa-Nysa zusammengestellt.

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Faltblatt mit Daten zur Euroregion Neisse-Nisa-Nysa erschienen

In welchen Punkten unterscheiden sich die Regionen der Euroregion, wo sind die Verhältnisse angeglichen?

Fläche:
Das Gebiet der Euroregion bestand 2004 aus 326 Gemeinden und umfasste eine Fläche von rund 13 000 km2. Der polnische Teil ist der flächenmäßig größte (41 Prozent) vor dem deutschen Teil (knapp 35 Prozent) und dem tschechischen Teil (24 Prozent).

Einwohnerzahl:
Auf dem Gebiet der Euroregion lebten 2004 knapp 1,7 Millionen Menschen. Mit 39 Prozent verzeichnete der deutsche Teil die meisten Einwohner gefolgt vom polnischen Teil (35 Prozent) und dem tschechischen Teil mit 26 Prozent. In allen drei Regionen überwog der Anteil der weiblichen Bevölkerung.

In Deutschland fehlen die jungen Leute, in Polen die Senioren:
Während der Anteil der unter 18-Jährigen im deutschen Teil am kleinsten ist, liegt der Anteil der über 60-Jährigen im polnischen Teil am niedrigsten. In allen drei Teilen der Euroregion gibt es einen Überschuss an Gestorbenen und einen Überschuss an Fortzügen.

Die Deutschen fahren hin, aber wo bleiben die Polen und Tschechen?
In der Euroregion übernachteten 2004 knapp 2 Millionen Gäste. Reichlich ein Fünftel der Übernachtungsgäste waren Ausländer. Während im tschechischen Teil der Euroregion fast 156 000 Deutsche und im polnischen Teil über 82 000 Deutsche übernachteten, kamen in den deutschen Teil der Euroregion lediglich 2 300 polnische und 1 500 tschechische Gäste zum Übernachten.

Wirtschaft:
Bei den Unternehmen in der Euroregion ist der Wirtschaftszweig Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz und Gebrauchsgütern mit 28 Prozent am stärksten vertreten.

Arbeitslosigkeit:
Bemerkenswert sind die Unterschiede bei der Arbeitslosenquote in den drei Regionen. Im deutschen und polnischen Teil war die Arbeitslosenquote 2004 am höchsten. Außer in der Stadt Jelenia Gora und dem Landkreis Kamenz verzeichneten die Kreise durchweg Quoten über 20 Prozent. In den tschechischen Kreisen betrug die Arbeitslosenquote dagegen zwischen 7 und 9 Prozent.

Das Faltblatt ist kostenlos im Statistischen Landesamt erhältlich.

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  • Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen /red
  • Erstellt am 03.03.2006 - 23:30Uhr | Zuletzt geändert am 03.03.2006 - 23:37Uhr
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