Wehrsanierung in Görlitz-Weinhübel abgeschlossen
Görlitz, 13. Juli 2024. Die Bauarbeiten am Steinkastenwehr in Görlitz-Weinhübel sind offiziell abgeschlossen. Seit Juni 2022 wurde das denkmalgeschützte Wehr umfassend saniert, um die Fischdurchgängigkeit und damit die ökologische Aufwertung der Lausitzer Neiße zu gewährleisten. Diese Maßnahmen setzen die europäische Wasserrahmenrichtlinie um. Das Projekt, das rund 1,3 Millionen Euro kostete, wurde aus dem Sofortprogramm „START 2020“ des Freistaates Sachsen finanziert.
Sanierungsarbeiten am Wehr in Görlitz-Weinhübel erfolgreich abgeschlossen. (Symbolbild)
Foto: Pixabay auf pexels.com
Wiederherstellung der Fischdurchgängigkeit
Die wichtigste Maßnahme war die Integration einer Fischaufstiegsanlage in Form eines naturnahen Gerinnes im Bereich des ehemaligen Mühlgrabens. Zusätzlich wurde der Grundablass zwischen dem Wehr und der Insel instandgesetzt. Auch die Ufermauern des Mühlgrabens und der Wehrkörper selbst wurden denkmalgerecht saniert. Umweltminister Wolfram Günther betonte: „Die Arbeiten am Wehr in Görlitz-Weinhübel zeigen ganz konkret, dass ‚Start 2020‘ als ökologisches Konjunkturprogramm wirkt.“
Vorbereitende Maßnahmen und Abschlussarbeiten
Bereits Anfang 2020 begannen vorbereitende Arbeiten, darunter der Abriss der ehemaligen Tuchfabrik. Die Industriebrache wurde entsiegelt und begrünt. Zudem wurden Quartiere für Fledermäuse sowie Nistmöglichkeiten für Höhlen- und Halbhöhlenbrüter geschaffen. Nach Abschluss der Hauptarbeiten wurde die Saidenberger Straße, die als Baustellenzufahrt diente, teilweise instandgesetzt. Diese Maßnahme erfolgte in Zusammenarbeit mit der Stadt Görlitz, die sich auch an den Kosten beteiligte.
Im Herbst 2024 sollen auf den neu gestalteten Böschungen am Mühlgraben 20 Strauchweiden gepflanzt werden. Zudem erhält die entsiegelte Fläche zwei Bäume und zehn standortgerechte Sträucher.
Integration in Schutzgebiete
Der sanierte Abschnitt des Wehrs liegt sowohl im Vogelschutzgebiet „Neißetal“ als auch im Landschaftsschutzgebiet „Görlitzer Neißeaue“. Die Planung berücksichtigte daher die Anforderungen des Natur- und Denkmalschutzes sowie der Wasserbehörden. Eine ökologische Baubegleitung unterstützte die Maßnahmen.
Da die Lausitzer Neiße ein Grenzgewässer ist, erfolgten Abstimmungen mit der Regionalen Wasserwirtschaftsverwaltung der Republik Polen in Breslau sowie der Generaldirektion für Umweltschutz in Warschau. Diese internationale Zusammenarbeit sicherte die Einhaltung aller relevanten Richtlinien und Vorschriften.


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- Quelle: red / Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen
- Erstellt am 24.06.2024 - 09:19Uhr | Zuletzt geändert am 13.07.2024 - 10:03Uhr
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