Ostaras Erbe

Die Geschichte unserer Osterbräuche verliert sich in grauer Vorzeit. Das ursprünglich germanisch-heidnische Osterfest verdankt seinen Namen der germanischen Frühlingsgöttin Ostara (auch: Austro). Das Christentum hat das Fest nach dem Prinzip "Was Du nicht besiegen kannst, das integriere!" übernommen und ihm einen neuen Sinn verordnet: Es wurde zum Fest der im Neuen Testament berichteten Auferstehung Jesu.

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Unseren Lesern eine frohe Osterzeit!

Damit ist Ostern als Auferstehungs-Feier das älteste christliche Fest überhaupt und verknüpft Sitten und Gebräuche aus vorchristlicher und christlicher Zeit.

Die othodoxen Kirchen feiern Ostern nach dem Julianischen Kalender, alle anderen Kirchen richten sich nach dem Gregorianischen Kalender.

Das Osterdatum als Zeitpunkt des Osterfestes wurde auf dem Konzil zu Nicäa im Jahre 325 festgesetzt. Demnach findet Ostern am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling statt. Eine scheinbar einfach Regel, die praktisch schwierig umsetzbar ist, da die Mondbewegungen durchaus nur recht kompliziert nachzuvollziehen sind. Die Näherungsrechnung erfolgt nach der Gauß´schen Osterregel.

Bei der Osterchronik (lat. Chronicon paschale) handelt es sich um eine unter dem byzantinischen Kaiser Herakleios (lebte von 610 bis 641) verfasste Chronik, die im 7. Jahrhundert in Byzanz im Volk viel gelesen wurde. Die Chronik beginnt mit Adam und bricht im Jahre 627 ab.

Heute ist Ostern für viele Menschen - sehr zum Ärger der Kirchen - ein von religiösen Inhalten entrücktes Fest der Fruchtbarkeit und des Aufbruchs, wie ihn der Frühling symbolisiert, oder einfach nur ein Spaß für die Kinder.

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  • Quelle: /red
  • Erstellt am 14.04.2006 - 07:36Uhr | Zuletzt geändert am 24.10.2019 - 17:13Uhr
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