Fallend und steigend
Sachsen, 30. März 2006 Elbe steigt weiter - die Situation an allen anderen Flüssen entspannt sich.
Hochwasserlage in Sachsen
"Mein Respekt und mein Dank gilt den Einsatzkräften und Bürgern in den Orten entlang der Elbe", so Umwelt- und Landwirtschaftsminister Stanislaw Tillich heute bei seinen Besuchen entlang der vom Elbe-Hochwasser betroffenen Gebiete. Das nach der
Flutkatastrophe erneuerte Warnsystem habe nach 2005 eine weitere und diesmal deutlich härtere Bewährungsprobe bestanden. Die Leute seien rechtzeitig sensibilisiert und informiert gewesen. Vorbeugende Maßnahmen waren möglich. Aufgrund der hohen Wasserstände seien jedoch teilweise schwierige Situationen nicht zu verhindern, bedauerte Tillich.
Der Minister verwies auf bereits umgesetzte Maßnahmen des präventiven Hochwasserschutzes, für die das diesjährige Frühjahrshochwasser die erste Herausforderung sei. Dazu gehört unter anderem das neugebaute Rückhaltebecken in Lauenstein im Müglitztal. Hier erfolgt derzeit der Ersteinstau. An den Elbdeichen wurden im vergangenen Jahr mehrere Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Im Raum Torgau wurden Deiche neu gebaut bzw. bestehende ausgebaut. Die Landestalsperrenverwaltung hat zur Aufnahme des Schmelzhochwassers zusätzlich zum normalen Hochwasserrückhalteraum von 155 Millionen Kubikmetern weiteren Platz von 50 Millionen Kubikmetern in den Talsperren geschaffen.
Aktuelle Lage:
Die Hochwassersituation im Freistaat Sachsen hält weiter an. Der Anstieg der Pegel heute Nacht verlief langsamer als erwartet. Die Gefahrensituation konzentriert sich auf die Elbe.
Für Restsachsen entschärft sich die Lage seit gestern. Für die Pegel Schöna und Dresden gilt derzeit Alarmstufe 3, das erreichen der Stufe 4 wird für heute erwartet. In Tschechien hat sich der Anstieg seit gestern abgeschwächt. Die Prognosen für den Pegel Usti sagen bis morgen einen kontinuierlichen Anstieg um etwa einen Meter voraus. Diese Tendenz setzt sich an den sächsischen Pegeln fort. Elbabwärts in Torgau besteht derzeit bei einem Wasserstand von 6.62 m die Alarmstufe 2. Morgen wird hier ein Richtwert, der Alarmstufe 3 entsprechend, erwartet. In den übrigen Flussgebieten werden in den Fließgewässern in den Lagen oberhalb 600 Metern je nach Intensität des Abtauprozesses weiterhin Schwankungen der Wasserführung auftreten. Bei Eintreten der vorhergesagten Niederschläge kann es zu Wiederanstiegen in den Flussgebieten der Weißen Elster und den Mulden kommen.
Derzeit sind Hochwasserwarnungen für die Nebenflüsse der Oberen Elbe, der Mulden, der Weißen und Schwarzen Elster aktiv.
Mehr zur aktuellen Situation: http://www.hochwasserzentrum.sachsen.de


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- Quelle: /SMUL /red /Foto: BeierMedia.de
- Erstellt am 30.03.2006 - 15:44Uhr | Zuletzt geändert am 30.03.2006 - 15:51Uhr
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