Schüler aus Wiesbaden machen Sozialpraktikum in Görlitz

Görlitz, 5. November 2015. Einen geeigneteren Ort gibt es wohl kaum in Deutschland: 26 Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen der Helene-Lange-Schule in Wiesbaden - Partnerstadt von Görlitz - helfen seit dem 1. November 2015 in Sozialeinrichtungen der Neißemetropole. Sie unterstützen die Arbeit im Altenheim der Arbeiterwohlfahrt, beim Malteser Hilfsdienst, in der Schule für geistig Behinderte, in der Heilpädagogischen Tagesstätte der Stiftung der Diakonie, im Altenpflegeheim Hildegard Burjan, im Kindergarten "Zwergenhaus", im Altenheim des Arbeiter-Samariter-Bundes, im Wohnheim des Lebenshilfe e.V. und in der Werkstatt für Behinderte.
Abbildung: Auf der historischen Görlitzer Rathaustreppe schreiten sonst Brautpaare herab. Der Görlitzer Oberbürgermeister Siegfried Deinege fühlt sich unter den jungen Leuten sichtlich wohl.

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Seit 22 Jahren erfolgreich

Der Görlitzer Oberbürgermeister Siegfried Deinege ließ es sich nicht nehmen, die Wiesbadener Schülergruppe mit ihren beiden Lehrern am gestrigen Nachmittag persönlich im kleinen Sitzungssaal des Rathauses zu begrüßen. Schon zu den Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft hatte er die Kooperation der Helene-Lange-Schule aus Wiesbaden mit Görlitzer Einrichtungen wertgeschätzt.

Kontakt nach Polen

Heute, am 5. November, werden die Wiesbadener 26 Jugendliche aus Breslau (Wrocław) empfangen, um mit ihnen einen gemeinsamen Tag in Görlitz zu verbringen. Auch der Gegenbesuch in Breslau steht traditionsgemäß auf dem Programm.

Ein Hauch von Freiheit

Die erste Woche ihres Görlitzer Aufenthalts absolvieren die jungen Wiesbadener unter Aufsicht ihrer Lehrer. In den anderen beiden Wochen hingegen müssen sie allein klarkommen: Den Weg zur Praktikumsstelle finden, die Freizeit gestalten und die Rückfahrt nach Wiesbaden am 21. November - all das müssen die Schüler selber organisieren.

Großes Interesse


Meist interessieren sich mehr Schüler für das Görlitzer Schülerpraktikumsprojekt, als Plätze vorhanden sind. Sie müssen sich bewerben. Leherer sichten das. Auch müssen die Praktikums-Bewerber Fragen beantworten, beispielsweise, warum das Praktikum in Görlitz und nicht in Wiesbaden absolviert werden soll und was die Stadt Görlitz vielleicht Besonderes bietet.

Die Lehrer legen dann fest, wer für das Praktikum geeignet sind. Dabei achten sie besonders auf Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit.

Die Geschichte des Sozialpraktikums

Das erste Sozialpraktikum Wiesbaden-Görlitz - damals eher Experiment - gab es im Jahr 1993. 26 Schüler waren mit von der Partie. Zwanzig Jahre später - 2013 - konnte der Görlitzer Oberbürgermeister Siegfried Deinege mit dem Schulleiter der Helene-Lange Schule Eric Woitalla, mit Lehrern, Gästen aus Breslau und Vertretern mehrerer Einrichtungen sowie den Schülern das 20-jährige Jubiläum des Projekts feiern.

Besonders geehrt wurde damals der Wiesbadener Lehrer Andreas Rech, der die Idee und nicht zuletzt den Mut hatte, dieses Projekt ins Leben zu rufen.

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  • Quelle: red | © Stadt Görlitz, Foto: Florian Krätschmer
  • Erstellt am 04.11.2015 - 22:31Uhr | Zuletzt geändert am 04.11.2015 - 22:58Uhr
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