Sparen? Fehlanzeige!
Görlitz, 13. Oktober 2015. In Görlitz wie anderswo: Immer weniger junge Leute sparen, mehr Bedeutung messen sie hingegen heutzutage dem Konsum bei. Während in den vergangenen Generationen zumindest noch ein Großteil der jungen Menschen Bausparverträge oder ähnliches abschlossen hat, wird die Zahl derer, die dies auch heute noch tun, immer geringer. Zum einen gibt es aufgrund des Niedrigzinsniveaus relativ wenig Anreize zum Sparen, obwohl sich die meisten wohl bewusst sind, dass ihre gesetzliche Rente im Alter nicht ausreichen wird. Zum anderen wird es der jungen Generation auch nicht leicht gemacht, ihr Geld zu verwahren. Die Anreize zum Konsumieren sind stärker denn je, technische "Spielzeuge" teuer, aber durch Ratenzahlung scheinbar für jedermann erschwinglich. Wissen Jugendliche von heute eigentlich noch, was Sparen ist?
Abbildung: Zum sprichwörtlichen "Schwein haben" gehört durchaus auch ein Sparschwein.
Drei Tipps, wie man Geld spart, ohne zu knausern
Es gibt ihn auch heute noch, aber seine Relevanz hat in den letzten Jahren deutlich abgenommen: den Weltspartag. Am 30. Oktober ist es wieder soweit! Ursprünglich erdacht, um jungen Menschen den Wert des Sparens beizubringen, hat dieser Tag in der westlichen Welt fast gänzlich an Bedeutung verloren. Das klassische Sparschwein dürfte unter Jugendlichen ebenfalls seltener anzutreffen sein als es noch vor ein paar Jahrzehnten der Fall war.
Dabei hat die Idee des kontinuierlichen Zurücklegens von kleinen Beträgen keineswegs ausgedient, jeder hat die Möglichkeit, hier und da einen kleinen Teil abzuknapsen und ihn in das Sparschwein oder den Sparstrumpf oder auch unters Kopfkissen zu legen. Fernab von den klassischen fünf Mark (mittlerweile Euro), die der Ex-Raucher für jede nicht gerauchte Schachtel in sein Sparschwein wandern lässt, gibt es genügend Möglichkeiten, ein Wenig zurückzulegen, auch als Nichtraucher.
Sparen lässt sich nur, wenn weniger ausgegeben wird als Einnahmen reinkommen. Daher lohnt es sich auf jeden Fall, seine Ein- und Ausgaben zu prüfen und anhand dessen Einsparungspotenzial zu entdecken. Es gibt wohl mehr als tausend Spartipps, hier sollen einmal drei grundlegende aufgezählt werden.
Tipp 1: Haushaltsbuch führen
Ein Haushaltsbuch zu führen klingt wohl für viele wie ein Relikt aus der Vergangenheit, aber keine Angst, heute gibt es auch Apps für diesen Zweck. Es ist unbedingt zu empfehlen, alle Ausgaben einmal konkret festzuhalten, wenn auch nur für einen Monat bzw. eine begrenzte Zeitspanne. So fällt am deutlichsten auf, wo unnötige Ausgaben getätigt wurden. Oft ist man sich bestimmter Dinge gar nicht richtig bewusst. Ein Haushaltsbuch kann helfen, einen besseren Überblick über seine monatlichen Ausgaben zu bekommen.
Tipp 2: Einkaufszettel
Auch hierfür wird es sicherlich Apps geben, der Sinn eines Einkaufszettels ist aber nicht nur, nichts zu vergessen, sondern auch das genaue Gegenteil: Nicht zu viel zu kaufen! Oft werden nur ein paar Kleinigkeiten benötigt und an der Kasse ist der Einkaufswagen dennoch verräterisch voll. Man wird leicht zu Spontankäufen animiert. Supermärkte haben da ganz ausgefallene Strategien... Eine Einkaufsliste kann helfen, sich auf die Dinge zu beschränken, die man wirklich braucht.
Tipp 3: Bar zahlen
Das Bezahlen mit Kreditkarte oder Mastercard verleitet zu spontanen, unnötigen Ausgaben. Wer seine Einkäufe bar bezahlt und nicht ständig die Kreditkarte zückt, hat einen besseren Überblick über seine Finanzen und tätigt keine vorschnellen Einkäufe. Wer einmal das Experiment wagt und einen ganzen Monat nur Bar bezahlt, bekommt ein anderes Gefühl für die Ausgaben und wird am Ende des Monats sicherlich einiges eingespart haben.
Letzten Endes bedeutet Geld sparen weniger Geld verbrauchen. Auf welche Art und Weise man dies tut, bleibt jedem selber überlassen. Es lebe das Sparschwein!



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- Quelle: red | Foto: luxstorm, pixabay, Lizenz CC0 Public Domain
- Erstellt am 13.10.2015 - 09:25Uhr | Zuletzt geändert am 13.10.2015 - 10:22Uhr
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