Ländliche Entwicklung in neuer Runde
Markersdorf | Niesky. In der vergangenen Woche fanden die ersten öffentlichen Veranstaltungen für das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept „Östliche Oberlausitz“ (ILEK) statt. Mit diesen Veranstaltungen in Markersdorf und Niesky sollte über die Vorgehensweise bei der Erstellung des ILEK`s sowie über die Ziele und die Daten der Erarbeitungsphase informiert werden.
Warum ein ILEK Östliche Oberlausitz?
Mit dem Jahr 2007 begann die neue Förderperiode der Europäischen Union. Das bisher genutzte Instrument zur Entwicklung im ländlichen Raum, das Dorferneuerungsprogramm, ist ausgelaufen. An seine Stelle tritt die Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE), deren thematische Schwerpunkte und Hauptziele die wirtschaftliche Entwicklung im ländlichen Raum und die Bewältigung der Herausforderungen der demographischen Entwicklung sein werden.
In Hinsicht auf ein solches Konzept bedeutet „integrativ“ die Entwicklung einer Strategie, deren Einzelmaßnahmen und Schwerpunkte nicht losgelöst voneinander stehen. Die regionale Identität muss gestärkt werden und die geplanten Maßnahmen sollen sich über die Grenzen der einzelnen Fachgebiete hinaus miteinander verknüpfen. Grundlage all dieser Bemühungen werden regionale Partnerschaften zwischen Bürgern, Kommunen, den lokalen und regionalen Akteuren sowie der Wirtschaft sein.
Vor dem Hintergrund einer auch in der nächsten Zukunft schrumpfenden Bevölkerung und knapper werdender Haushaltsmittel muss das vorhandene Geld effektiver eingesetzt werden. Wir müssen uns fragen: Worauf konzentrieren wir uns? Wovon verabschieden wir uns? Jedem Bürger kommt dabei ein Stück weit Mitspracherecht und Verantwortung zu. Die aktive Teilnahme jedes einzelnen am Gestaltungsprozess ist ein klares Entwicklungsbekenntnis für unsere Region, die Östliche Oberlausitz.
Die „Kulisse“ für das ILEK Östliche Oberlausitz umfasst ein Gebiet von ca. 1.000 km² und ca. 120.000 Einwohnern. Sie erstreckt sich von Ostritz entlang der Neiße nach Krauschwitz und von Görlitz entlang der Via Regia nach Westen bis nach Reichenbach. Die Kulisse ist dabei geprägt durch die Merkmale und Besonderheiten ihrer verschiedenen Teilgebiete. Neben den Besonderheiten bestehen natürlich auch Gemeinsamkeiten. Diese gilt es, stärker herauszuarbeiten, mit den Besonderheiten zu verknüpfen und auf deren Grundlage die regionalen Partnerschaften mit entsprechendem Mehrwert für die Region zu bilden.
Wie kann ich mich als Bürger einbringen?
Im April 2007 werden zu den Schwerpunkten des ILEKs, u.a. Dorfentwicklung, Kultur und Freizeit, Wirtschaft, Tourismus, Land- und Forstwirtschaft sowie Natur und Landschaft, einzelne Zukunftswerkstätten veranstaltet. In diesen Zukunftswerkstätten werden die Planer mit den Bürgern über das Handlungsprogramm und seine einzelnen Maßnahmepakete beraten und Hilfestellungen bei der Ausformulierung und Eingliederung einzelner Projekte geben.
Alle interessierten Bürger sind zur Mitarbeit aufgefordert. Nur eine rege Beteiligung der Bevölkerung wird dem ILEK Östliche Oberlausitz das inhaltliche Fundament und eine plausible Außenwirkung geben und einen privilegierten Zugang zu den Fördermitteln ermöglichen.
Mehr:
http://www.ilek-info.de


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- Quelle: /red /Karte: Landratsamt NOL
- Erstellt am 15.03.2007 - 19:32Uhr | Zuletzt geändert am 15.03.2007 - 19:44Uhr
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