NOL kommt immer mehr auf den Wolf
Bautzen | Mücka. Am 1. April 2007 wird in Mücka ein Wolfsmanager seine Arbeit aufnehmen. Er kooperiert mit dem Wolfsbüro in Rietschen und dem Wildbiologischen Büro Lupus. In Dresden kommt ein Wolfsbeauftragter hinzu. Die Wölfe wirds kaum scheren.
Wölfe schaffen Arbeitsplätze / Kommentar
"Das Wolfsmanagement in Sachsen wird erweitert", gab Sachsen Umwelt- und Landwirtschaftsminister Stanislaw Tillich heute in Bautzen bekannt.
Der neue Mückaer Wolfsmanager werde erster Ansprechpartner vor Ort für alle Fragen zum Thema Wolf sein. Ihm obliegen die Zusammenfassung aller Wolfsbeobachtungen, die Begutachtung von Rissen sowie die Präventionsberatung von Nutztierhaltern. "Der gestiegene Informations- und Gesprächsbedarf macht es erforderlich, das Wolfsmanagement auf mehrere Schultern zu verteilen", begründete Tillich den Schritt.
Die Arbeit des Wolfsmanagers erfolge im engen Zusammenspiel mit dem Kontaktbüro Wolf in Rietschen und dem Wildbiologischen Büro Lupus. Wie der Minister betonte, sei es ihm vor allem wichtig, das Thema Wolf in der Lausitz wieder auf sachlicher Ebene zu diskutieren.
Die Akteure vor Ort werden im Ministerium in Dresden koordiniert. Dafür wurde ein Wolfsbeauftragter ernannt. Seine Aufgabe ist es auch, das Management auf Bundes- und Landesebene zusammenzuführen.
"Der Wolf in der Lausitz ist ohne Zweifel eine große Bereicherung der Artenvielfalt. Aber auch dem Sicherheitsbedürfnis der Lausitzer Bevölkerung muss Rechnung getragen werden", betonte Tillich. Die Sicherheit der Menschen stehe immer an erster Stelle. Wie der Minister weiter ausführte, beinhalte das sächsische Wolfsmanagement deshalb auch ein Sicherheitskonzept. Bisher gebe es jedoch keinerlei Anzeichen für Problemwölfe in der Lausitz.
Der Behauptung, bei den sächsischen Wölfen handle es sich um Hybriden, erteilte er eine klare Absage. Die wissenschaftlichen Untersuchungen seien zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen.
Wie der Minister sagte, soll auch die Zusammenarbeit mit den Jägern vor Ort intensiviert werden: "Ich würde mir wünschen, dass Rissbegutachtungen künftig immer zusammen vorgenommen werden können." Tillich verwies darauf, dass der Wolf - natürlich - für ein verändertes Verhalten des Wildes in der Region sorge: "In dieser Region hat das Wild jetzt zwei Jäger: Den Menschen und den Wolf."
Dies sei aber kein Grund, Ängste zu schüren, um den Wolf zum Abschuss frei zu bekommen. In diesem Zusammenhang sprach sich der Minister auch für ein erweitertes Monitoring aus. Die Telemetrierung der Wölfe sei ein wesentlicher Schritt, um noch genauer über die Aufenthaltsorte der Rudel informiert zu sein.
Kommentar:
Na, da tut sich doch was im Sachsens Osten!
Wolfsmanager, Wolfsbüro und Wildbiologisches Büro (nomen est omen) kooperieren. Die kooperierenden Akteure werden koordiniert. Vom Wolfsbeauftragten. Hinterm Horizont lauert der Staatssekretär für Wolfsangelegenheiten . . .
Sicher kommt er, der Funktionär, spätestens mit einem "Problemwolf". Das wäre endlich mal einer, der tut, was man von ihm erwartet: Rotbekappte Mädchen (Rote!) auffressen, Rentnerinnen als Nachtisch (Stichwort Rentnerschwemme) - und die Jäger (im Felde, auf der Heide und auch im finst´ren Tann, äh, Kiefer) könnten die Retter sein und die Bestie erlegen. Ruhm und Ehre!
Klar braucht das potenzielle Wolfsfutter vor Ort einen Ansprechpartner. Aber einer täte es wohl auch.
Oder ist das alles etwa der erste Aprilscherz des Jahres?
Lasst doch die Kirche im Dorf, resp. den Wolf im Wald,
meint Ihr Fritz Stänker


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- Quelle: /FRS
- Erstellt am 12.03.2007 - 17:04Uhr | Zuletzt geändert am 12.03.2007 - 20:03Uhr
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