Verschenken macht glücklicher als beschenkt werden

Görlitz, 23. Dezember 2014. An ein zwei großen, festen Terminen im Jahr schenken sich Menschen etwas: zum Geburtstag und zu Weihnachten. Es gibt noch ein paar andere Gelegenheiten, aber die meisten waren früher nicht so sehr mit Konsum und Präsenten belegt wie heutzutage. Schaut man auf Ostern, Nikolaus, Valentinstag, Muttertag oder Vatertag, werden selbst zu diesen kleinen Anlässen Werte verschenkt, wie früher ausschließlich an Heiligabend. Dabei kommt es gar nicht auf den Wert des Geschenkes an, sondern die Botschaft.

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Teurer ist nicht immer besser

Ein sehr teures, aber unpassendes Geschenk macht den Beschenkten nicht unbedingt glücklicher. Der Schenkende fühlt sich dann auch nicht so richtig wohl, denn der positive Effekt für beide ist umso größer, je mehr der andere sich ehrlich freut. Sieht derjenige, der aktiv überreicht, aufrichtige Freude beim Beschenkten, werden bei ihm Endorphine ausgeschüttet. Kurz gesagt: Der Akt des Schenkens macht uns glücklich, sogar glücklicher als beschenkt zu werden. Dieser Endorphinschub kann sogar zur Sucht werden. Jemand der nicht davon ablassen kann ständig Dinge zu verschenken, leidet an Doromanie. Dies gehört in die Kategorie der Zwangsstörungen und tritt recht selten auf.

Gift
Geschenke müssen nicht groß und teuer sein. Nur überlegt
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Frauen schenken besser und Zeit ist das schönste Geschenk

Die höhere Trefferquote für ein passendes Geschenk liegt eindeutig bei den Frauen. Sie haben die besseren Antennen und betrachten den Menschen aufmerksamer. Männer haben es eher schwer und liegen auch gerne mal daneben. Seit es aber Portale wie Geschenkidee.de gibt, die Anregungen und auch gleich die Geschenke dazu liefern, hat es die Herrenwelt etwas einfacher.

Ganz ausgleichen kann so etwas die weibliche Intuition aber nicht. Während Frauen auch mal eher darüber hinwegsehen, wenn das Geschenk nicht so passt, sind Männer ironischerweise anspruchsvoller und sehen ein unpassendes Geschenk wesentlich kritischer. Generell wird der Wert eines Geschenkes immer niedriger eingeschätzt als er wirklich ist, was nicht bedeutet, dass man mehr ausgeben muss. Wer sich mehr Gedanken macht punktet eher als mit finanziellem Einsatz.

Immer beliebter werden Gutscheine für besondere Erlebnisse. Das kann ein Event für den Beschenkten oder für beide gemeinsam sein. Denn gemeinsam verbrachte Zeit ist mit das Wertvollste, was man geben kann. Schenken ist am schönsten, wenn dahinter ein selbstloser Akt steht. Verzichtet man persönlich auf etwas, das einem viel bedeutet, ist der Wert für den Beschenkten umso größer.

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  • Quelle: red | Foto Mädchen: PublicDomainPictures, pixabay, Lizenz CC0 Public Domain, Foto Geschenk: Flickr, "Gift", asenat29, Bestimmte Rechte vorbehalten.
  • Erstellt am 23.12.2014 - 02:05Uhr | Zuletzt geändert am 23.12.2014 - 04:00Uhr
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