Görlitz – Kinder- und Flüchtlingshilfe

Görlitz, 20. Dezember 2014. Die Stadt Görlitz unterstützt den Landkreis Görlitz bei der Aufnahme von Asylbewerbern und stellt Wohnungen für Flüchtlinge. Familien aus Krisengebieten weltweit können hier Unterkunft finden. Bis Mitte 2015 sollen rund 250 Flüchtlinge in Görlitz aufgenommen werden. Darunter sind häufig Kinder, die mit ihren Eltern aus dem Heimatland fliehen mussten. Die soziale Unterstützung von Minderjährigen ist der Kommune wichtig. Es gibt über fünf verschiedene Wohngruppen und Kinderheime in Görlitz. Häufig gehören sie einem Verband oder der Kirche an. Soziale Einrichtungen haben in Görlitz Tradition. Was viele nicht wissen: Wo heute die Annenschule des Annen-Augustum-Gymnasiums steht, gab es von 1730 bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ein "Zucht-, Armut- und Waisenanstalt“, die für Kinder ohne Eltern als Erziehungsstätte genutzt wurde.

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Deutschland – Asyl und Kinderbetreuung

Auch der Bund sieht sich mit der Flüchtlingswelle konfrontiert. Deutschlandweit gab es von Januar bis November 2014 über 150.000 Erstanträge auf Asyl und damit mehr als doppelt so viele wie noch im Vergleichsraum des Vorjahres. Vor allem Syrer, Serben und Eritreer kommen nach Deutschland auf der Flucht vor Krieg, Folter, Verfolgung und drohender Todesstrafe.

Über 20.000 unter 18-Jährige erhalten Asylbewerberleistungen. Doch auch zahlreiche hilfebedürftige Minderjährige hierzulande werden vom Sozialsystem gestützt. Viele Kinder müssen aus ihren Familien genommen werden oder haben keine Eltern mehr. Laut Statistischem Bundesamt waren im Jahr 2013 rund 70.000 Kinder in einer Heimerziehung oder betreutem Wohnen untergebracht. Die Unterstützung junger Menschen ist unabhängig von ihrem kulturellen Hintergrund essentiell. Sie stellen Arbeitskräfte und damit Wirtschaftsmotoren von morgen dar, die das Land bereichern sollen.

Weltweites Engagement

Auch weltweit gibt es großen Bedarf an sozialen Einrichtungen, vor allem für Kinder. Die SOS Kinderdörfer helfen in Krisengebieten wie der Ebola-Region oder im Nahen Osten. Viele Kinder verlieren ihre Eltern im Krieg oder durch Krankheit und sind auf Hilfe angewiesen. Einrichtungen wie die SOS Kinderdörfer zu unterstützen, geht von zuhause aus.

Die Fluchtbewegungen machen nicht vor Minderjährigen halt. Auf der ganzen Erde sind im Jahr 2013 über 50 Millionen Menschen auf der Flucht gewesen. Die UNO berichtet, dass die Hälfte davon Kinder waren. Die soziale Unterstützung von Flüchtlingskindern wird also zunehmend wichtiger. Individuen erhalten dadurch Chancen, die sie in ihrem Heimatland nicht haben und können so positiv zu einer Gesellschaft beitragen. Auch wenn viele Unterkünfte und Angebote weltweit und auch in Deutschland noch dürftig sind, zeigt die hohe Hilfsbereitschaft eine positive Tendenz.

Kommentare Lesermeinungen (1)
Lesermeinungen geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion, sondern die persönliche Auffassung der Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor.

Flüchtlinge

Von Siegrun Roellig am 21.12.2014 - 10:06Uhr
Ich wünsche uns allen, dass wir und unsere Kinder wie Kindeskinder nie wieder einen Krieg erleben müssen, nie das erleben müssen, was diese Menschen auf sich nehmen, was unsere Großeltern zum Teil auf sich nehmen mussten.

Ich wünsche allen ein friedliches Miteinander und den Aufbau eines neuen und glücklichen Lebens, ein harmonisches Miteinander und gegenseitiges Lernen.

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  • Quelle: red | Foto zwei Kinder: Greyerbaby / Lisa Runnels, pixanay, Lizenz CC0 Public Domain; Foto Kindergruppe: © Luis Louro – Fotolia.com
  • Erstellt am 20.12.2014 - 13:22Uhr | Zuletzt geändert am 20.12.2014 - 13:51Uhr
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