Brücke/Most-Stiftung ruft zur Preisträger-Wahl auf
Dresden | Prag (Praha), 7. Juli 2014. "25 Jahre nach dem Mauerfall: Stimmen Sie mit ab, welche Persönlichkeiten sich für die politische Wende eingesetzt haben und mit einer internationalen Auszeichnung geehrt werden sollen!", ruft die Brücke/Most-Stiftung Dresden/Prag auf. Die Stiftung ist Partner der internationalen Memory of Nations Awards, die 25 Jahre das dem Ende der sozialistisch-kommunistischen Regierungen in Mittel- und Osteuropa Persönlichkeiten ehren wollen, die mit ihrer Lebensgeschichte dafür stehen, dass Ehre, Freiheit und menschliche Würde keine leeren Worte sind.
Pro Land ein Preisträger
Im Jahr 2014 haben die Memory of Nations Awards internationalen Charakter, denn es sind 20 Persönlichkeiten aus Deutschland, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Polen nominiert, von denen fünf einen der Preise erhalten werden. Sie alle haben Lebenserfahrung unter den sozialistischen Diktaturen gemacht und aktiv Widerstand geleistet.
Noch bis Ende Oktober 2014 kann im Internet mit abstimmt werden, wer Preisträger sein soll. Am 17. November 2014 soll dann im Nationaltheater in Prag jeweils pro Land die Person mit den meisten Stimmen geehrt werden.
Für Deutschland sind Heidi Bohley, Rainer Eppelmann, Manfred Matthies und Gerd Poppe nominiert, ihre Biografien kann manunter www.memoryofnationsawards.eu hinter den Portraitbildern einsehen. Dort kann man auch seine Stimme abgeben.
Spiritus rector des Memory of Nations Awards war der damalige tschechische Präsident Václav Havel: "Wenn wir wissen wollen, wer wir sind, müssen wir unsere Vergangenheit kennen und versuchen zu begreifen, welchen Herausforderungen, Unterdrückungen und Versuchungen unsere Vorfahren ausgesetzt waren. Deshalb schätze ich das Gedenken des Volkes.“
Kommentar:
Gute Sache, auch wenn eine solche Ehrung immer nur stellvertretend für die vielen Ungenannten erfolgen kann, die unter der Diktatur litten, in ihrer Entwicklung behindert wurden und aus dieser Erfahrung heraus mehr oder weniger deutlichen Widerstand geleistet haben.
Dass die Brücke/Most-Stiftung den von Egon Krenz geprägten Begriff "politische Wende", mit dem eine andere SED-Politik vorgegaukelt werden sollte, verwendet, ist ein Fauxpas. Die Implosion des DDR-Staates als Folge von Massendemonstrationen, der Herausbildung demokratischer Strukturen und der Besetzung insbesondere der Stasi-Gebäude ist mit Friedlicher Revolution wenn auch nicht exakt, aber zutreffender beschrieben,
meint Ihr Fritz R. Stänker


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- Quelle: red | Kommentar: Fritz Rudolph Stänker | Foto: © LoboStudioHamburg / Thomas Ulrich / pixabay, Lizenz Public Domain CC0
- Erstellt am 07.07.2014 - 12:16Uhr | Zuletzt geändert am 07.07.2014 - 12:50Uhr
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