Breslauer Künstler zeigen ihre Werke in Görlitz und Zgorzelec

Görlitz | Breslau (Wrocław). Der SAPOS-Verein - der Name steht für Soziales Arbeitsprojekt Ostsachsen - will bis Ende Oktober 2011 junge Kunst aus Polen zugänglich machen anregen. Unter dem Titel „Bewegung und Begegnung“ soll eine Ausstellung an fünf Orten zu sehen sein, an denen Künstler aus dem Umfeld der Akademie der Schönen Künste Breslau ihre Werke zeigen. Eröffnet wird die Ausstellung mit einer "Grenzwanderung", die eine verbindung der einzelnen Stationen auf deutscher und polnischer Seite herstellt. Der Weg führt von der NeisseGalerie in Görlitz über den Elektronikmarkt im City-Center, die Straßburg-Passage und das Museum der Fotografie zum Städtischen Kulturhaus im östlichen Teil der Europastadt Görlitz-Zgorzelec.

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Kunstwanderung über Grenzen hinweg

Drei Ausstellungen sind es, eine Lesung und ein Konzert, die bis zum 31. Oktober 2011 als Bestandteil des Begleitprogramms zur 3. Sächsischen Landesausstellung „Via regia“ geplant sind. Das Projekt, so die Organisatoren, bringe "in ganz eigener Weise Bezug auf den alten Handelsweg. Es soll Kunst von Ost nach West in Bewegung bringen und den kulturellen Transfer neu beleben."

Das art@via-regia.pl-Projekt wird gefördert von der Stadt Breslau, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Stadt Görlitz und der Stadt Zgorzelec. Schon in den zurückliegenden Jahren hatte sich der SAPOS e.V. kulturell über die Grenze hinweg engagiert, etwa 2010 bei „Hallo Wrocław 2016“ zur Unterstützung der Breslauer Kulturhauptstadt-Bewerbung. Damals präsentierten hatten sich mehr als 20 junge Künstler der Breslauer Akademie in Görlitz und Zgorzelec mit ihren Positionen und Werken präsentiert.

Prädikat: Hingehen!

Tadeusz Różewicz und sein Werk
Ausstellung vom 2. September bis zum 31. Oktober 2011
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 11 bis 18 Uhr, sonnabends von 11 bis 16 Uhr und bei Abendveranstaltungen
NeisseGalerie Görlitz, Elisabethstr. 10/11, 02826 Görlitz
Eröffnung: Freitag, 2. September 2011, 14 Uhr
Anlässlich seines 90. Geburtstags am 9. Oktober 2011 haben Breslau und die Woiwodschaft Niederschlesien 2011 als Różewicz-Jahr ausgerufen. Damit sich auch die sächsischen Nachbarn ein Bild des Dichters und Dramatikers machen können, zeigt die Ausstellung Bücher, Bilder und Manuskripte, die sein Leben und Schaffen dokumentieren. Kuratoren sind Jan Stolarczyk und Andrzej Słomianowski in Zusammenarbeit mit Literatur-Büro in Breslau (Biuro Literackie, Wrocław).

Tadeusz Różewicz - der große europäische Dichter
Freitag, 16. Septembner 2011, 19:30 Uhr
NeisseGalerie Görlitz, Elisabethstr. 10/11, 02826 Görlitz
Die beiden Kuratoren der Ausstellung „Tadeusz Różewicz und sein Werk“ stellen den Dichter vor, der immer wieder für den Literaturnobelpreis hoch gehandelt wird. Der Różewicz-Kenner und Herausgeber zahlreicher Lyrik-Editionen Jan Stolarczyk (Biuro Literackie, Wrocław) porträtiert den modernen Klassiker. Der Dichter Andrzej Słomianowski bringt Różewicz dem Publikum, unterstützt von Erika Lüders, in Versen des polnischen Autors näher.

Welt. Naive Poeme
Vom 3. bis zum 31. Oktober 2011
Städtsiches Kulturhaus Zgorzelec (Miejski Dom Kultury), ul. Parkowa 1, Zgorzelec
Öffnungszeiten: Mobtag bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr
Vernissage am 3. Oktober 2011, 17:00 Uhr
Die Stadtbibliothek Zgorzelec zeigt in Zusammenarbeit mit dem Städtischen Kulturhaus Zgorzelec auf 21 zweisprachigen Tafeln einen sehr speziellen Blick auf den polnischen Literaturnobelpreisträger Czeslaw Miłosz. Die Ausstellung widmet sich einem Gedichtzyklus aus dem Jahr 1943 und kombiniert diese Verse mit Fotografien Warschaus aus diesem Jahr, vor allem aus der Perspektive von Kindern. Texte und Bilder lassen, ergänzt durch ausgewählte Zitate des Dichters, einen scheinbar naiven Blick mit der harten Realität dieser Jahre kollidieren. Kuratorin: Justyna Polakowska.

Vor dem Vergessen bewahren - Witold Szalonek und seine kombinierten Klänge

Freitag, 14. Oktober 2011, 19:30 Uhr
Theater Görlitz, Demianiplatz 2, 02826 Görlitz
Das Sound Factory Orchestra der Musikakademie „Karol Lipiński“ in Wrocław spielt Werke zum 10. Todestag des Komponisten. Dirigent: Robert Kurdybacha.

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  • Quelle: red
  • Erstellt am 19.08.2011 - 10:04Uhr | Zuletzt geändert am 19.08.2011 - 10:37Uhr
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