Schlesisches Nach(t)lesen deutsch-polnisch
Görlitz, 5. April 2016. Das 8. Schlesisches Nach(t)lesen am Freitag, dem 9. April 2016, lässt die Europäische Kulturhauptstadt 2016 Breslau (Wrocław) inmitten der Görlitzer Altstadt lebendig werden. Auch die städtische Bibliothek im Ostteil der Europastadt ist Veranstaltungsort. Die Kulturreferentin für Schlesien lädt gemeinsam mit den Stadtbibliotheken von Görlitz und Zgorzelec zum diesjährigen Nach(t)lesen ein.
Abbildung: Frank Reimann und Sylwia Makowska als Nach(t)leser im Jahr 2015.
Aus dem Nach(t)lese-Programm
Thema: Lesebühnen

Lesebühnen sind in Görlitz fester Kulturbestandteil - teils musikalisch unterlegt, teils mit Autoren von vor Ort, teils mit weitgereisten Schreib- und Lesenden.
Um 16 Uhr geht es los, wenn die Stadtbibliothek Zgorzelec mit einem lyrischen Beitrag in den Salon des Restaurants "Bei Jacob" (Przy Jakubie) am Neißeufer einlädt. Hier werden Gedichte der Breslauer Autorin Urszula Kozioł in polnischer Sprache und deutscher Übersetzung gelesen.
Parallele Kurzlesungen
Um 19 Uhr beginnen dann im deutschen Teil der Europastadt Görlitz-Zgorzelec an elf Orten die parallelen Kurzlesungen. Zwischen Obermarkt, Untermarkt und Petersstraße sollen sie sich zu jeder halben und vollen Stunde wiederholen - bis 22 Uhr.
Ein deutsch-polnischer Höhepunkt des Abends ist die gemeinsame Lesung der beiden Bürgermeister der Schwesterstädte Görlitz und Zgorzelec, Siegfried Deinege und Rafał Gronicz, aus dem ihnen gewidmeten Buch "Brückengeschichten". Die Erzählungen wurden von Schülern des Joliot-Curie-Gymnasiums Görlitz geschrieben.
Der Text der Stadt – Kulturhauptstadt Breslau literarisch
Von der 1937 in Breslau geborenen Autorin Monika Taubitz lesen der Görlitzer Bischof Wolfgang Ipolt und der Pfarrer der St. Bonifatius-Gemeinde in Zgorzelec Maciej Wesołowski im Schönhof aus der Sammlung "Ein Land gab mir sein Wort. Gedichte über Schlesien". Dr. Johanna Brade, Kunsthistorikerin am Schlesischen Museum, erinnert im Ausstellungsraum zur Breslauer Akademie mit einem Rückblick von Ilse Molzahn an "Die Kunststadt Breslau". In der Jugendherberge in der Petersstraße wird Agnieszka Kormann, Polnischlehrerin am Augustum Annen Gymnasium in Görlitz, den 1960 geborenen Autor und Literaturkritiker Karol Maliszewski und Ausschnitte aus seinem Breslau-Essay zweisprachig vorstellen.
Privatdozent Dr. Tobias Weger, erster Kulturreferent für Schlesien am Schlesischen Museum Anfang der 2000er Jahre, liest gemeinsam mit Marek Bilski vom Augustum-Annen-Gymnasium in beiden Sprachen aus seinem Interview mit dem Brückepreisträger Fritz Stern. Der 1926 in Breslau geborene Historiker lebt in New York, wo Weger ihn 2013 besuchen konnte.
Weitere Leser des Abends sind Stefan Bley vom Gerhart Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau, Ines Haaser vom Kulturhistorischen Museum Görlitz, die frühere Leiterin dieser Einrichtung Annerose Klammt sowie Thomas Knaup von der Polizeidirektion Görlitz. Große Dirigenten, Reisebilder aus Görlitz, Puppengeschichten und schlesischer Humor sind ihre Themen.
Was im Programm neben deutscher und polnischer Literatur nicht fehlen darf ist die schlesische Mundartdichtung: Marianne Scholz-Paul wird im Weinladen Mirus am Obermarkt Gedichte und Lieder über Wein und Speisen vortragen.
Teil der Literaturtage
Das Schlesische Nach(t)lesen fügt sich in diesem Jahr in das Programm der "Literaturtage an der Neiße. Landschaften der Zeit" ein. Diese Literaturtage werden zum zweiten Mal gemeinsam von der Kulturservicegesellschaft der Stadt Görlitz und dem Kulturforum Östliches Europa in Potsdam organisiert, unter Mitwirkung verschiedener Partner in der Europastadt, so auch des Schlesischen Museums.
Am 9. April 2016 schließt sich an das Nach(t)lesen ab 22 Uhr eine Kriminacht mit Nadia Szagdaj an. deren Roman "Die letzte Arie" mit der jungen Ermittlerin Klara Schulz in der Hauptrolle spielt im Breslau zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Ausführliches Programmheft zum Schlesischen Nach(t)lesen:
Unter www.schlesisches-museum.de und in den Vorverkaufsstellen, im Schlesischen Museum zu Görlitz und der Stadtbibliothek Görlitz.
Eintritt: ja.
Der Eintritt erleichtert um angemessene sieben Euro, ermäßigte Karten sind an der Abendkasse im Tausch gegen fünf Euro erhältlich.
Veranstalterin ist die Kulturreferentin für Schlesien gemeinsam mit den Stadtbibliotheken von Görlitz und Zgorzelec



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- Quelle: red | Fotos: © SMG, M. Winter
- Erstellt am 05.04.2016 - 09:12Uhr | Zuletzt geändert am 05.04.2016 - 09:43Uhr
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