Dead or Alive in Görlitz
Görlitz, 22. Oktober 2014. Denk ich an Jazzhappen in der Nacht... Kennen Sie das, wenn die drei meist Görlitzer Bühnenbretter strapazierenden Wort- und Notenakrobaten des Nachts in Form fetter Zitate im Gehirn umhergeistern und die ruheheischenden Synapsen so sehr strapazieren, dass man nach dem Aufwachen meint, jemand hätte den Resetknopf gedrückt? Die jüngste Programmankündigung für den 8. November 2014 weckt neue Befürchtungen, zumal mit einer Freikartenverlosung gelockt wird.
Eine furiose Show im Theater Görlitz
Thema: Lesebühnen

Lesebühnen sind in Görlitz fester Kulturbestandteil - teils musikalisch unterlegt, teils mit Autoren von vor Ort, teils mit weitgereisten Schreib- und Lesenden.
"Dead or Alive" - was wollen die Künstler uns damit sagen? Ist gemeint der Hahn, der, den Kopf bereits abgeschlagen, trotzdem fröhlich weiterkräht? Nein, der Tiefgang des Jazzhappen-Anspruchs liegt noch tiefer.
Im Gegensatz zur renommierten Presse pflegt der Görlitzer Anzeiger seine soziale Ader nicht dadurch, dass er aus facebook zitiert. Sei´s drum, um Aufklärung bemüht, bleibt nichts unversucht, tun wir es also:
"Auch wenn es einst sein großer Traum war: Mike Altmann, Görlitzer Poppoet und Frauenverulker (Anmerkung der Redaktion: Poppoet tatsächlich nur mit zwei "p") darf sich kein Salamiduftbäumchen umhängen. Auch sein mit dem Fahrrad aus Neusorge anreisender Partner Udo Tiffert muss unverkleidet auf die Bühne des Görlitzer Theaters klettern.
So sind die Regeln bei "Dead or Alive", dem Poetry-Slam der toten gegen die lebenden Dichter. Renate Schneider und Kerstin Slawek, Schauspielerinnen am Gerhart Hauptmann-Theater Zittau, dürfen dagegen alles. Kostüme tragen, singen, tanzen, Requisiten schwenken. Und sich die großartigsten unter den verstorbenen Dichtern aussuchen. Der Applaus des Publikums entscheidet über den Ausgang der Schlacht. Glorreicher Sieg und schmachvolle Niederlage liegen eng beieinander. Können die Amateure mit ihren selbst verfassten hochdramatischen oder brüllendkomischen Geschichten den Profis das Wasser zum Wodka reichen? Oder knicken die ausgebildeten Mimen ein, wenn die Improvisationskünstler aufdrehen?
Musikalisch begleitet wird die furiose Show vom musikalischen Direktor der Jazzhappen, Michael Mönnig am Saxophon gemeinsam mit den Görlitzer Beachmonkeys (Michael Erblich und Markus Hahn) und ihren elektronischen Klängen – ein Novum im großen Haus. Kulinarische Happen sind im Eintrittspreis ebenso enthalten wie die unvermeidbare Moderation des Abends durch den Wort gewordenen Zorn Gottes, Axel D. Krüger."
Soweit das facebook-Zitat, das zugleich einen alten Streit beendet: Wie spricht sich das eigentlich, sagt man "Tschässhäppen" (im Görlitzer Wir-können-auch-Englisch-Umland verbreitet), "Tschässhappen" (eher aufgeklärt-städtische Variante) oder konservativ-lautgerecht-eingesächselt "Jadshabbm"? Nicht etwa, weil die Künstler ihre Ergüsse happenweise (um Himmelswillen nicht häppchenweise!) absondern, vielmehr wegen der erwähnten "kulkinarischen Happen" dürfte "Tschässhappen" dem Anliegen der Jazzhappen-Veranstaltungen und der Erwartungshaltung des Publikums am Nächsten kommen. Da darf man happy sein.
Hingehen!
Sonnabend, 8. November 2014, 19.390 Uhr,
Gerhart Hauptmann-Theater in Görlitz.
Heutige Tagesaufgabe: Eintrittskarten kaufen!
Die gibt es an der Theaterkasse, unter www.g-h-t.de und an allen bekannten und im Einzelfall noch unbekannten Vorverkaufsstellen.
Hoffen auf Freikarten!
Was wäre unsere Welt ohne Gewinnspiele?
Wer auf facebook die Veranstaltungsankündigung der Jazzhappen für den Mauerfalljahrestagsvorabend am 8. November 2014 teilt, kommt in den Lostopf, aus dem die Jazzhappen zwei Freikarten für "Dead or Alive" verlosen. "Das wollten wir schon immer mal machen", begründeten sie die Neuerung.


HAPPEN mit JAZZ
Von Elke am 22.10.2014 - 11:48Uhr
Schon diese Ankündigung hier verheißt Vergnügliches - ich freu mich drauf!

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- Quelle: red | Grafik: © Jazzhappen
- Erstellt am 22.10.2014 - 08:10Uhr | Zuletzt geändert am 13.11.2014 - 12:19Uhr
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