Der NOL ersteht wieder - auf dem Kennzeichen
Landkreis Görlitz. Totgeglaubte leben länger: Nach der Fahrzeugzulassungsverordnung, die am 1. November 2012 in Kraft getreten ist, können nun ehemalige Regionalkennungen in den Kfz-Kennzeichen wieder eingeführt werden. Einen entsprechenden Antrag hat das Land Sachsen beim Bund gestellt, jedoch können die - exakt "Kfz-Unterscheidungskennzeichen" genannten - Regionalkürzel erst nach der Bundeszustimmung zu diesem Antrag tatsächlich wieder vergeben werden. Im Landkreis Görlitz werden dann NOL, ZI, LÖB, WSW und NY wieder möglich, zuzüglich zum aktuell noch allein gültigen Unterscheidungskennzeichen GR.
Nicht zur Zulassungsstelle spurten!
Für alle Fans der näheren Heimat, die am Fahrzeug genauer zeigen möchten, wo sie herkommen, nochmals deutlich: Noch ist die Vergabe der alten Kennzeichen nicht möglich! Der genaue Einführungstermin wird durch das Landratsamt Görlitz bekanntgegeben.
Reservierung möglich
Wer ein altes Unterscheidungskennzeichens schon mal reservieren möchte, sollte dies direkt bei der Kfz-Zulassungsbehörde des Landkreises Görlitz tun. Das ist möglich per E-Mail an zulassungsbehoerde@kreis-gr.de sowie telefonisch und persönlich in Niesky, Görlitz oder Zittau. Die Mitarbeiter der Zulassungsbehörde beraten und informieren gern.
Kommentar:
Da wird das Straßenbild ja bald deutlich bunter werden - und die Falschparker aus den Altkreisen Niesky, Weißwasser und Zittau und aus dem untergegangenen Niederschlesischen Oberlausitzkreis werden einfacher zu erkennen sein, wenn sie sich in die Görlitzer Anwohnerparkzonen mogeln.
Die früheren Kennzeichen waren eh lustiger als das Görlitz-GR, das durch die Buchstabenkombinationen am Kennzeichen oft zu GRAU oder GRAM wurde. Auch ist dem Görlitzer ja ein gewisses anhaltendes GRummeln eigen.
Wie fröhlich-unbeschwert töntes es hingegen doch früher aus dem Niederschlesischen Oberlausitzkreis, als NOL noch für "Nichts ohne Lust!" stand.
Auch die Weißwasseraner entwickelten reichlich Charme mit ihrem WSW, das nicht etwa die Wasserwacht signalisierte, sondern ein gelispeltes "was su willst" andeutete.
Mit NY gekennzeichnete Autos aus Niesky hingegen riefen bei Touristen immer wieder die erstaunte Frage hervor, auf welchem Wege sich denn die vielen Autos aus New York in die niederschlesische Oberlausitz verirrt hätten.
Und dass das ZI der Zittauer für den "Zipfel" des Dreiländerecks und nicht etwa für Zipfelmützen steht, ist einer der ganz genialen Marketingtricks.
Unterm Strich aber ist die Neue Verordnung nur halbherzig: Warum nicht ein KOD für Kodersdorf, ein NAU für Neißeaue, ein MDF für Markersdorf, ein BHÖ für Bertsdorf-Hörnitz, ein MUS für Bad Muskau, ein JAB für Jauernick-Buschbach, ein BST für Bernstadt, ein HMS für Hammerstadt, ein BHA für Bremenhain, ein BOX für Boxberg/O.L. oder ein UHY für Uhyst etc. pp.?
Das wäre wahrlich eine heimatliche Idenditätsförderung und würde dazu führen, dass Kennzeichen noch öfter gewechselt würden, was der Kasse des Landratsamtes und der Autokennzeichenprägeindustrie nur gut tun kann,
meint Ihr Fritz R. Stänker


Na ja, wer´s braucht
Von Hermann Schwiebert am 05.11.2012 - 19:03Uhr
Also nichts gegen das Görlitzer Kennzeichen. GR fand ich immer toll. Aber nun die alten Kennzeichen wieder ausgraben, dafür noch bis zu 40,00 Euro bezahlen, nee - nichts für mich.
Man könnte ja auch noch die Stadtteile aufschlüsseln, dann wissen Insider ganz genau, wo der Verkehrspartner herkommt. Ja, wollen wir denn wieder zurück zur Kleinstaaterei? Mir graults!
Übrigens, in den Nederlanden wird das Kennzeichen Kfz-gebunden vergeben. Einmal angebackt, bleibt es dran, egal wohin man umzieht.
Es grüßt ganz herzlich
Hermann Schwiebert

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- Quelle: red | Fritz Rudolph Stänker | Foto: BeierMedia.de
- Erstellt am 02.11.2012 - 07:25Uhr | Zuletzt geändert am 02.11.2012 - 08:43Uhr
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