Entlastung für die Haushaltskasse

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Görlitz, 12. September 2023. In Zeiten von Inflation und Rezession häufen sich die schlechten Nachrichten auch für den Mittelstand. Der ist von einer großen Abstiegsangst geprägt, denn das tägliche Leben wird immer teurer. Man fürchtet um den Job, um die Wohnung – kurz: um die Existenz.

Von weichen Fixkosten bis Steuerrückerstattungen: Tipps für eine entlastete Haushaltskasse.

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“Weiche“ Fixkosten senken

Was Senioren im Landkreis schon längst betrifft, die sich mit sinkenden Rentenniveaus und steigenden Wohnkosten konfrontiert sehen, ist nun auch in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Da tut jede Form Entlastung der persönlichen Haushaltskasse gut – und Not. Experten empfehlen hier oftmals die Senkung der Fixkosten, doch gerade die größten Budgetschlucker – in der Regel Miete, Raten für das Eigenheim, andere Kreditraten oder Kinderbetreuung – lassen sich oftmals nicht ändern. Die „weichen“ Fixkosten hingegen schon. Das sind nicht nur die variablen Nebenkosten wie Wasser und Strom, die mit einfach praktiziertem Energiesparen eingedämmt werden können, sondern oftmals Versicherungsverträge, Mitgliedschaften und Abos, die seit Jahren laufen – und das gar nicht so selten ungenutzt. Benötigt man wirklich die Mitgliedschaft im Fitnessstudio, wenn man höchstens alle ein oder zwei Monate zum trainieren kommt? Ein kleines Heimsportstudio kann hier Abhilfe schaffen und spart zusätzlich den Weg zum Training, den der innere Schweinehund oft als Vorwand nimmt, gar nicht erst hinzugehen. Und wie steht es mit den zahlreichen Apps, die man mit gutem Vorsatz abonniert hat – Yoga, Ernährung, Schlaf –, die aber schon nach wenigen Tagen auf stumm gestellt wurden, während die Raten weiterlaufen? Hier lässt sich sicher ansetzen.


Rücklagen bilden trotz geringem Einkommen


Hilfreich ist es auch, für die wirklichen Notfälle eine Rücklage zu bilden. Ganze 30% der deutschen Haushalte verfügen über keinerlei Rücklagen und müssen im Fall der Fälle auf teure Dispokredite etc. zurückgreifen. Natürlich ist es Menschen mit geringem Einkommen nicht möglich, die empfohlenen zehn Prozent ihrer Nettoeinnahmen zu sparen. Doch wenn es auch nur zwanzig oder dreißig Euro monatlich sind – Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist. Am besten richtet man einen Dauerauftrag vom eigenen Girokonto auf ein Tagesgeldkonto ein, das den Sparbetrag direkt nach dem Zahltag automatisch überweist. So kommt man erst gar nicht dazu, damit zu kalkulieren. Aus den Augen, aus dem Sinn – und am Jahresende haben sich bei einer Sparrate von zwanzig Euro im Monat immerhin 240 Euro gebildet. Wer – nachdem er ein Notfallpolster angespart hat – weitere zwanzig Euro monatlich in Aktien investiert und sicher ist, in den nächsten Jahren nicht an seine Ersparnisse zu müssen, kann sogar eine stattliche Summe für den Ruhestand ansparen, denn hier kommt der Zinseszinseffekt zum Tragen.


Chance auf Steuererstattung


Natürlich versuchen die meisten dafür zu sorgen, dass mehr Cashflow reinkommt. Das ist oft leichter gesagt als getan, denn viele Menschen haben trotz Vollzeitjob nur wenig Geld – und neben einem Vollzeitjob verständlicherweise wenig Zeit und Energie für ein Zweiteinkommen. Hier gilt es, die Finanzquellen zu erschließen, die man bislang nicht im Blick hatte. So etwa verzichten immer noch tausende von Deutschen auf die Chance einer Steuerrückzahlung.

Dabei ist eine Steuererklärung nicht nur Sache für Freiberufler und Unternehmer, sondern kann sich auch für Arbeiter, Angestellte und Rentner lohnen. Dank digitaler Steuererklärung ist diese schon längst nicht mehr so kompliziert, wie viele denken: Mit nur wenigen Klicks lässt sie sich heute erledigen. Und die lohnt sich! Im Durchschnitt spült eine Steuerrückerstattung 1.095 Euro in die Haushaltskasse, wie das Statistische Bundesamt einräumt. Teilt man diese auf zwölf Monate auf, hat man pro Monat satte 91,25 Euro mehr im Portemonnaie.

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  • Erstellt am 11.09.2023 - 13:21Uhr | Zuletzt geändert am 12.09.2023 - 14:00Uhr
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