Reisetipp für den Herbst: Das Törggelen in Schenna genießen
Görlitz, 25. November 2021. Angesichts der in die Knochen fahrenden Kälte in der Oberlausitz ist es ein Last-Minute-Gedanke: Herbsturlaub! Besonders für Genießer und Feinschmecker ist der Herbst eine großartige Zeit, zu reisen und Neues zu entdecken. Nach den wilden, warmen Sommermonaten ist nun auch in den beliebtesten Touristengebieten ein wenig Ruhe eingekehrt. Die goldene Herbstsonne taucht alles in ein warmes Licht und Bäume laden mit ihren bunten Farben zum Herbstspaziergang ein.
Törggele-Zeit ist fünfte Jahreszeit in Südtirol

Thema: Woanders

"Woanders" – das ist das Stichwort, wenn der Görlitzer Anzeiger auf Reisen geht und von Erlebnissen und Begegnungen "im Lande anderswo" berichtet. Vorbildliches, Beispielhaftes und Beeindruckendes erhält so auch im Regional Magazin seine Bühne.
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Nach einem mehr oder weniger aktiven Tag können abends herrlich entspannt all die Köstlichkeiten genossen werden, die die neue Saison hervorbringt. In Südtirol wird mit dem Erntedankfest sogar eine fünfte Jahreszeit eingeläutet – die Törggele-Zeit. Hier sitzt man gerne gesellig bei gutem Essen zusammen und lässt sich den jungen ersten Wein des Jahres schmecken. Warum also nicht den nächsten Herbsturlaub zum Törggelen in Schenna verbringen?
Das Törggelen in Schenna
Schenna im Meraner Land ist nicht nur im Herbst eine Reise wert, jedoch können hier zu dieser Jahreszeit ganz besondere Eindrücke gesammelt werden. Denn hier werden der Herbst und die Törggelen Zeit mit viel Musik, kulinarischen Spezialitäten und geselligen Festen gefeiert. Zudem können hier Genuss und aktive Entspannung hervorragend miteinander kombiniert werden: Der Aufenthalt in Schenna lässt sich sehr gut mit traumhaften Wanderungen durch die wunderschöne Tiroler Herbstlandschaft verbinden.
Am besten lässt sich die Törggelen Zeit wohl in einem Weinhotel in Schenna genießen. Dort ist man nicht nur an der richtigen Adresse für eine hervorragende Bewirtung, sondern hat meist auch direkten Zugang zu Wellness- und Fitnessangeboten im Haus. Ein Rundum-Verwöhn-Programm für den Herbsturlaub ist auf diese Weise sichergestellt.
Das gehört zur Törggele Zeit
Das Törggelen ist ein alter Brauch in Südtirol. Dieser wird überall entlang der Weinstraße und im Eisacktal, also überall dort, wo der Weinanbau großgeschrieben wird, im Herbst nach dem Weinpressen begangen. Der Tradition nach wurden Erntehelfer zur sogenannten Marende, eigentlich der üblichen Brotzeit am Nachmittag, eingeladen. Als Dank für ihre Arbeit wurde und wird, wo der Brauchnoch lebt, diese besondere Marende jedoch zum Festmahl für die Erntehelfer. Dabei werden der neue Wein und der Suser – ein Traubensaft vor der Gärung – verkostet.Schon gewusst?
Das Wort Törggelen hat seinen Ursprung im Lateinischen und stammt vom Begriff "torquere", was nicht nur mit "quälen", sondern bezogen auf den Wein auch mit "pressen" übersetzt werden kann.
Wein – Suser und Nuier
In Südtirol hat der Wein das ganze Jahr über einen hohen Stellenwert. Da liegt es nah, dass im Herbst der neue Wein gebührend verkostet wird. Und zur Torggelen Zeit gibt es zwei besonders beliebte Variationen des jungen Weins – den Nuier und den Suser.Der Nuie, der neue Wein, enthält bereits etwa sieben Prozent Alkohol oder sogar noch mehr. Es gibt ihn als Rotwein und als Weißwein. Der Suser hingegen ist fast noch mehr Saft als Wein, denn er weist einen Alkoholgehalt von höchstens einem Prozent auf. Der Suser ist der Traubenmost, der Rebensaft aus den neuen Trauben zu Beginn der Gärung. Vergleichbar ist der Suser mit Federweißer oder Schlicher, der allerdings aus weißen Trauben hergestellt wird. Er ist ausgesprochen süffig, denn für den Suser werden nur selten die Trauben für die schweren Weine wie etwa den Merlot verwendet.
Esskastanien
Beliebter Begleiter für die Verkostung mit dem Nuien und dem Suser sind die Esskastanien. Sie passen geschmacklich hervorragend zu den jungen Weinen. Früher waren die Kastanien eher eine Arme-Leute-Mahlzeit und nicht sonderlich hoch geschätzt. Doch mittlerweile erfreuen sie sich wieder großer Beliebtheit.Von den zahlreichen Sorten an Edelkastanien sind nur wenige essbar. Doch diese werden auf unterschiedlichste Weise in Mahlzeiten verwertet und können dabei sowohl für Süßspeisen als auch für deftige Gerichte genutzt werden. Für Weinverkostungen werden die Kastanien meist geröstet und nach einer üppigen Hauptmahlzeit mit Butter serviert.
Gut zu wissen:
Kastanien gehören zu den Nussfrüchten, enthalten viele gesunde Inhaltsstoffe wie Vitamin B1 und Vitamin B2 und haben einen hohen Sättigungswert.
Deftige Mahlzeiten
Als traditionelle Törggele-Mahlzeiten werden in Südtirol vor allem einfache, deftige Gerichte beziehungsweise typische Südtiroler Hausmannskost gereicht. Als Vorspeise wird gerne eine Suppe wie eine Gemüse- oder Gerstensuppe serviert. Hauptmahlzeit ist oft eine Schlachtplatte mit unterschiedlichen Fleisch- und Wurstsorten, von der Blutwurst bis hin zum hofeigenen Speck und Surfleisch. Fleisch und Wurst werden dabei in der Regel auf Sauerkraut und den sogenannten Erdäpfel- bzw. Kartoffelblattln angerichtet. Als Nachtisch gibt es dann die bereits erwähnten gerösteten Esskastanien, aber auch Krapfen oder andere süße Naschereien.Wanderungen durch die Herbstlandschaft
Wer den Herbsturlaub in Schenna verbringt, darf sich auf keinen Fall eine Wanderung durch die traumhafte Herbstlandschaft entgehen lassen. Um die besondere Farbenpracht dieser Jahreszeit zu bewundern, muss man sich nicht einmal besonders weit von Schenna entfernen, denn es gibt nahgelegene Wanderwege in großer Zahl. Genauer gesagt umfasst Schenna 500 markierte Wanderrouten. Diese führen wahlweise in luftige Höhen wie bei einer Wanderung am Vigiljoch – oder man bleibt ganz einfach und bequem im Tal.Bei Wanderern sehr beliebt ist das weitläufige Hirzer Wandergebiet, dass mit der Seilbahn vom Dorf Verdins bei Schenna sehr gut erreichbar ist. Hier kann von Alm zu Alm gewandert werden, was sich ideal für Wanderungen mit Kindern eignet. Wer etwas anspruchsvollere Wandertouren bevorzugt, besteigt den Hirzer. Dieser ist mit seinen 2.781 Metern der höchste Berg der Sarntaler Alpen.
Tipp:
An den Wanderrouten bei Schenna finden sich malerische alte Bauernhöfe, Aussichtspunkte mit Augenöffner-Weitblick und gemütliche Hütten und Almen, die zum Verweilen einladen. Herz, was willst du mehr?



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- Quelle: red | Foto Schenna: blende12 / Gerhard G., Pixabay License; Foto Bäume: felix_merler / Felix Merler, Pixabay License
- Erstellt am 25.11.2021 - 13:25Uhr | Zuletzt geändert am 10.12.2021 - 12:58Uhr
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