Hochwassersituation in Görlitz entspannt

Görlitz, 25. Februar 2017. Die aktuelle Hochwasserlage sei im Stadtgebiet Görlitz entlang der Neiße entspannt, teilte gestern die Stadtverwaltung Görlitz zur Mittagszeit mit. Etwa zur gleichen Zeit entstanden die Fotos in der Nähe des Wehres an der Altstadtbrücke.

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Feuerwehr und Verwaltung auf höhere Pegel vorbereitet

Am frühen Donnerstagabend (23. Februar 2017) war die Warnstufe 1 ausgelöst worden, nach Mitternacht zu Freitag lag der Pegel mit mehr als 3,80 Metern knapp unter der Alarmstufe 2. Doch dann fiel der Pegel bis zum frühen Morgen.

Zum Glück, denn bei Stufe 2 (Pegelstand mindetens vier Meter) muss Alarm ausgelöst werden. Außerem hätten ein Kontrolldienst eingerichtet, Hausbewohner informiert und unter anderem die Uferstraße gesperrt werden müssen.

Feuerwehr hat die Situation im Griff

Die Feuerwehr der Stadt Görlitz ist nach dem Hochwasserzentrum des Freistaats und dem Amt für Brand-, Rettungs- und Katastrophenschutz des Landkreises vor Ort mit der Beobachtung und Beurteilung der Hochwassersituation für die Stadt beauftragt. Ingolf Höntsch von der Görlitzer Feuerwehr: "Um es ganz klar zu sagen: Die Lage ist keineswegs dramatisch – aber wir sind auf alles vorbereitet."

Die Görlitzer Feuerwehrleute kontrollieren nicht nur die Pegelstände und halten den Kontakt mit den Behörden, sondern schauen regelmäßig selbst am Neißeufer nach, dort, wo es bei früheren Hochwasserereignissen kritisch geworden war. Höntsch gibt Entwarnung: "Bislang gibt es im Rahmen unserer Überwachung auch an diesen Stellen keine Probleme."

Verwaltung ist vorbereitet

Die Stadtverwaltung Görlitz hat sich auf ein mögliches Hochwasser vorbereitet. Fall die Lausitzer Neiße über die Ufer treten sollte, stehen Absperreinrichtungen, Technik und Sandsäcke bereit.

Solange die Pegel deutlich erhöht sind, checkt der städtische Betriebshof Gullys und Gefährdungsgebiete. Darüber hinaus gilt der Alarmierungsplan in Abstimmung mit dem Landkreis Görlitz und dem Freistaat Sachsen.

Oberbürgermeister Deinege managed Hochwassersituation

Innerhalb der Stadtverwaltung gibt es Informationsrunden, um sich gegenseitig über die Pegelstände und die absehbaren Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten. Oberbürgermeister Siegfried Deinege war am Donnerstag und am Freitag morgens am Fluss, um sich selbst einen Eindruck von der Lage zu verschaffen.

Am Freitag waren einige Gärten und Wiesen in Flussnähe überschwemmt. Als die Pegel stiegen, hatte der Oberbürgermeister vorsorglich veranlasst, dass alle relevanten Ämter den aktualisierten Alarmierungsplan und die Ansprechpartner parat haben – und das sind mehr, als man vielleicht auf den ersten Blick meint, beispielsweise
  • das Landeshochwasserzentrum Sachsen,
  • die Landestalsperrenverwaltung Betrieb Spree/Neiße,
  • die Untere Wasserbehörde des Landkreises Görlitz,
  • die Regionalleitstelle Ostsachsen,
  • das Amt für Brand, Rettungsdienst und Katastrophenschutz,
  • die Straßenmeistereien,
  • Energie- und Wasserversorger und
  • die Polizeidirektion Görlitz.

Die gute Nachricht: Wegen der der sinkenden Pegel und des Wetters hat das Landeshochwasserzentrum die Dauerkontrolle am gestrigen Freitag, dem 24. Februar 2017, aufgehoben.

Das sind die Hochwasser-Alarmstufen:
  • Alarmstufe 1: Meldedienst
  • Alarmstufe 2: Kontrolldienst
  • Alarmstufe 3: Wachdienst
  • Alarmstufe 4: Hochwasserabwehr

Im Görlitzer Anzeiger!
Bilder und Berichte von Hochwasser des Jahres 2010 in Görlitz

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  • Quelle: red | Fotos: Matthias Wehnert
  • Erstellt am 25.02.2017 - 02:12Uhr | Zuletzt geändert am 25.02.2017 - 10:44Uhr
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