Altes und neues Gesicht in der Stadtverwaltung Görlitz
Görlitz, 17. Dezember 2016. Zunächst: Für die Stadtverwaltung Görlitz ist ein ein Lob, wenn dieser Beitrag in der Rubrik "Service" erscheint – denn die Verwaltung bietet den Bürgerinnen und Bürgern in der Stadt einen guten Service, auch wenn sich die Sichtweisen auf Verwaltungsakte immer wieder mal unterscheiden. Nun werden zwei wichtige Positionen neu besetzt: Das Management des Amtes für öffentliche Ordnung und das des mit dem Amt für Hochbau und Liegenschaften fusionierten Tiefbau- und Grünflächenamtes.
Görlitzer Betriebshof wird als Regiebetrieb direkt dem Oberbürgermeister unterstellt
Im Jahr 2017 baut sich die Görlitzer Stadtverwaltung an wichtigen Stellen um und orientiert sich dabei an praktischen Erfahrungen: So gestalten sich viele Bauvorhaben sehr komplex, vor allem, wenn Bauabläufe und Fördermittel unter einen Hut gebracht werden müssen. Eine Ämterfusion soll hier die Handlungsfähigkeit weiter optimieren. Im Bereich der Ordnung und Sicherheit hingegen musste eine Nachfolge für den in Rente gehenden geschätzten Chef gefunden werden.
Neu: Das Bau- und Liegenschaftsamt
Der Sachverstand und die Kapazitäten des Amtes für Hochbau und Liegenschaften und des Tiefbau- und Grünflächenamtes werden in einem neuen "Bau- und Liegenschaftsamt" zusammengefasst. Leiten wird das Dipl.-Ing. Torsten Tschage, der schon seit 2011 für das Tiefbau- und Grünflächenamt den Hut aufhat. Der aus Görlitz stammende Verwaltungsbetriebswirt hatte für seine Bewerbung auf die Stellenausschreibung die volle Zustimmung durch die Verwaltung und seit vergangenem Donnerstag auch des Stadtrats gefunden.Die Fusion dieser Ämter ist Folge einer internen Prüfung, die eine noch effektivere Verwaltung zum Ziel hatte. Amtsleiter Torsten Tschage betonte, dass er seine ganze Persönlichkeit, seine Erfahrungen aus 22 Jahren Tätigkeit in der Stadtverwaltung und seine Motivation, für die Bürger bautechnische Lösungen umzusetzen, im gebündelten Amt gerne einbringen wolle.
Weitere Umstrukturierungen
Der Betriebshof der Stadt Görlitz wird als Regiebetrieb künftig direkt dem Oberbürgermeister unterstellt. Bisher hatte hier das Tiefbau- und Grünflächenamt das Sagen. Die Aufgabe der Sportstättenvergabe, für die das Amt für Hochbau und Liegenschaften zuständig war, wird nun dem Amt für Schule, Sport, Soziales und Jugend zugeschlagen. Diese Neuerungen werden am 1. Januar 2017 wirksam.Eine Chefin für das Ordnungsamt
Die zweite wichtige Personalie, über die der Stadtrat in der vergangenen Woche entschieden hat, ist die Nachbesetzung der Leitungsstelle im Amt für öffentliche Ordnung. Noch ist hier Hans-Jürgen Zschau der Chef, aber er geht – nach 42 Jahren in den Diensten der Stadtverwaltung – zum Jahresende 2016 in Rente. Seit 1994 stand er dem Amt für Ordnung und Sicherheit vor und hat in diesem Job auch die Gefahrenabwehr beispielsweise bei Hochwasser organisiert. Oberbürgermeister Siegfried Deinege betonte, dass er Charaktere wie Hans-Jürgen Zschau für ihre Aufrichtigkeit, Offenheit und Direktheit sehr achte. Er habe zudem immer Respekt dafür empfunden, dass Zschau auch bei stürmischen Gegenwind, heftiger Kritik und folgenreichen Entscheidungen die gesetzlichen Regelungen mit unmissverständlicher Klarheit vertreten habe: "Dass er fachlich versiert war, ist bei dieser Position und diesen Amtsjahren selbstverständlich – aber für mich ist es auch die Art und Weise gewesen, mit der sich Herr Zschau für seine Mitarbeiter eingesetzt – und mit seiner Rechtschaffenheit das Ansehen der Stadt Görlitz gestärkt hat." Der Pberbürgermeister wünschte vor allem Gesundheit und die Chance, auch ohne den beruflichen Stress seine persönliche Erfüllung in neuen Aufgaben zu finden. "Aber da mache ich mir bei Hans-Jürgen Zschau keine Sorgen", so der Oberbürgermeister.In die Fußstapfen von Zschau tritt nach einer Stellenausschreibung Silvia Queck-Hänel – zum nächstmöglichen Termin. Sie hatte schon die Empfehlung der Stadtverwaltung in der Tasche, am Donnerstag nickte auch der Stadtrat. Die 1988 in Rodewisch geborene Queck-Hänel ist noch stellvertretende Fachbereichsleiterin für Sicherheit und Ordnung bei der Stadtverwaltung Plauen, wo sie auch das Fachgebiet der Allgemeinen Ordnungsangelegenheiten führt. Ausgebildet ist sie in der Gefahrenabwehr und in der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Queck-Hänel betonte, dass sie sich mit ihren Mitarbeitern den stetig verändernden Herausforderungen des komplexen Sicherheitsthemas in einer Stadt wie Görlitz gerne stellen wolle.
Bei einer persönlichen Vorstellung vor dem Verwaltungsausschuss der Stadt Görlitz überzeugte Silvia Queck-Hänel mit ihrem souveränen, zielorientierten und fachlich versiertem Auftreten. Für sie sprechen ihre Erfahrungen in der Mitarbeiterkoordination und Mitarbeiterführung, beschlagen ist sie in der Haushaltsführung, in der Erstellung von Ausschreibungen, Verträgen und Bescheiden. Außerdem war sie schon Einsatzleiterin, beispielsweise nach Bombenfunden aus dem Zweiten Weltkrieg. Neben ihrer bisherigen Tätigkeit arbeitet sie auch als Prüferin für Verwaltungsangestellte bei der Landesdirektion Sachsen mit.
Mit Antritt der Amtsleiterstelle will Queck-Hänel mit ihrer Familie nach Görlitz ziehen. Das soll im zweiten Quartal 2017 vonstatten gehen.



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- Quelle: red | Bilderquelle: Stadtverwaltung Görlitz
- Erstellt am 17.12.2016 - 11:03Uhr | Zuletzt geändert am 01.05.2020 - 11:54Uhr
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