Berzdorfer See: Gebühren hinterfragen kann sich lohnen
Görlitz, 18. Juni 2015. Von Thomas Beier Am vergangenen Wochenende: Stippvisite mit dem Motorrad zum Berzdorfer See, um dem Wochenend-Besuch auf dem Sozius mal zu zeigen, was sich so tut an der Görlitzer Badewanne mit Hafenanschluss. Mit Parkgebühren war zu rechnen, allerdings nicht damit, dass diese, so mein Eindruck, dem Ermessen des Kassierers unterliegen.
Erst fragen, dann zahlen
Am ersten Anlaufpunkt war das Entrichten der Parkgebühr höchst unbürokratisch. Noch während ich versuchte, den Inhalt des Gebührenhinweisschildes zu erfassen, winkte uns der Mann mit der Kassenschatulle schon durch: Parken für lau, wie angenehm. Für die paar Minuten bloß mal zum Gucken habe ich den Service gern angenommen.
Frischen Muts sollte nun noch eine Stippvisite in Richtung Blaue Lagune gemacht werden. Hier jedoch ein Schild, das von Pkw- und Motorradfahrern ohn' Unterschied je drei Euro einforderte - was für einen Kurzbesuch schon ein stolzer Preis ist. Angesichts der eben gemachten Erfahrung deshalb die Frage an die Kassiererin, ob man denn zum Gucken auch so durch könne - Auskunft: "Bis 15 Minuten!" Davon stand auf dem Schild allerdings nichts. Auf mein verdutztes Gesicht kam der Hinweis:"Sie brauchen doch nur mit mir zureden."
Allerdings sind 15 Minuten nicht wirklich lange, so griff ich das Angebot zum Dialog auf und versuchte, eine halbe Stunde herauszuschlagen. Ohne Ergebnis, denn, wie mir mitgeteilt wurde, "das muss ja schließlich alles unterhalten werden".
Wieder was gelernt. Kraftfahrer müssen für die Unterhaltungskosten aufkommen, Fußgänger und Radfahrer nicht. Meine Eindruck ist - nicht zuletzt genährt durch den Einheitstarif für Pkw und Kradfahrer, noch dazu ohne jede Differenzierung nach Parkdauer, dass hier Motorfahrzeuge ferngehalten werden sollen.


Zu den Gebühren am Berzdorfer See
Von Karol am 11.08.2015 - 15:52Uhr
Hat meine Tochter fast genauso zur "Blauen Lagune" hin erlebt, nur das der (...) diktatorische Abkassierer dort wohl (einer mit dummer vorlauter Gusche + ... - identifizierende Personenbeeschreibung von der Redaktion entfernt) dabei stark nach Alkohol roch.
Sie wollte auch nur mal schauen, hatte nicht einmal Badesachen und Decke mit.
Als sie dann meinte, dass sie vielleicht wegen den 10 Minuten anderswo parken müsse, um das Aussichtsziel dennoch zu erreichen, kam wohl die Antwort von diesem Aufpasser: "Wenn ich Dich da erwische, dann kannst du dann paar aufs Maul kriegen."
Vielleicht werden dort auch nur Leute hingestellt ohne Sachkunde und ohne Vorgaben bzw. Mindeststandards. Unkontrolliert ist dabei wahrscheinlich alles möglich, auch ein Zutritt nach deren persönlicher Lust und Laune.
Nehmt demnächst den Aussichtsturm, dieser ist billiger. Um die Autowäsche nach dem Besuch kommt Ihr aber genauso wenig drumherum, ebenso wie bei der Blauen Lagune. Rechnet man den Eintritt bzw.die Parkgebühr zu den PkW-Waschanlagenkosten hinzu, wird finanziell selbst ein Badengehen uninteressant.
Umliegende Freibäder, mit Familienpreisen in Höhe von 5,- EUR sind da hingegen sauberer und attraktiver. Auch braucht nicht jeder beim Baden diese Umengen an klingelnden Kampfradlern und Rollschuhfahrern.
Wichtig ist doch, dass eine saubere Anfahrt besteht, ein regelmäßig gereinigter, vor allem auch verbotskontrollierter Wiesen-/Sandstrand und eine täglich schmutzabgefischte Wasseroberfläche. Dafür zahlt doch dann aber auch bestimmt jeder gern, zuzüglich den die Kinder betreffenden Attraktionen und Kioskversorgungen des Betreibers.
Natürlich erhöht ein freundliches ordentlliches Outfit einer Kassenanlage die Motivation.
Ausschlaggebend für mehr Umsätze in den Bädern ist ein Wohlfühlen ab der 1. Stunde. Darum ist die richtige Personalauswahl das Wichtigste.

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- Quelle: Thomas Beier | Foto: © Görlitzer Anzeiger
- Erstellt am 18.06.2015 - 14:33Uhr | Zuletzt geändert am 18.06.2015 - 21:06Uhr
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