Laubsauger - Kaufberatung und Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile

Görlitz, 21. November 2014. Wenn im Herbst die Blätter von den Bäumen fallen, erfordert das heimische Grundstück erhöhte Aufmerksamkeit, denn durch die Unmengen an Laub leidet nicht nur der Untergrund, es entsteht auch Rutschgefahr auf Gehwegen, Straßen und im Hof. Um sich die Arbeit zu erleichtern und den Blätterregen unter Kontrolle zu halten, kommen vermehrt Laubsauger zum Einsatz. Vor der Anschaffung sollten die Vor- und Nachteile bekannt sein. Zunächst folgen einige Empfehlungen zur Kaufentscheidung.

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Grundentscheidung beim Laubsaugerkauf: Akku-, Netz- oder Benzinbetrieb?

Grundsätzlich müssen sich Gartenbesitzer vor dem Kauf eines Laubsaugers darüber im Klaren sein, welche Antriebsart sie bevorzugen. Die motorisierten Gerätschaften werden als Elektro-Modelle und benzinbetriebene Ausführungen angeboten. Für kleinere Flächen sind Elektrosauger ausreichend. Diese können mit einem Akku oder mit einem Netzkabel ausgestattet sein.

Generell sollten die am Stromnetz zu betreibenden Geräte mindestens 2500 W Leistungsaufnahme vorweisen. Bei akkubetriebenen Modellen reicht die Akkukapazität in der Regel für bis zu 45 Minuten. Anschließend erfordert der Akku eine Aufladung. In Sachen Leistung überzeugen fast immer die Benziner. Daher bieten sie sich hauptsächlich für große Flächen und den dauerhaften Einsatz an. Sie werden zum Großteil im gewerblichen Segment verwendet. Die Leistung sollte mindestens zwischen 0,8 und 0,9 kW liegen.

Das Funktionsprinzip ist schnell erklärt:Bild LaubLaub, Gras oder kleine Zweige werden eingesaugt und in einen Beutel geleitet. Besonders vorteilhaft sind Laubsauger mit integriertem Häckselwerk. Darin wird das aufgesaugte Material automatisch zerkleinert. Die daraus entstehenden Grünabfälle lassen sich sehr gut kompostieren und nehmen weniger Volumen in Anspruch. Praktisch im alltäglichen Einsatz sind kombinierte Geräte, die sowohl saugen als auch blasen.

Neben Neugeräten aus dem Baumarkt beziehungsweise Fachhandel können Laubsauger über ebay Kleinanzeigen oder Zeitungsannoncen gekauft werden. Die dort angebotenen Geräte sind zum Teil neuwertig oder gebraucht und stellen eine günstige und demnach attraktive Alternative dar. Doch egal, ob es am Ende ein Neugerät wird oder ein gebrauchtes Modell bevorzugt wird, die Angabe der Kubikmeter pro Stunde spielt bei der Kaufentscheidung eine elementare Rolle. Denn dieser Wert gibt Aufschluss über die individuelle Saugleistung eines Laubsaugers. Heißt es in einer Produktbeschreibung beispielsweise, dass das Gerät 8m³/h schafft, handelt es sich um ein eher schwaches Modell. Bei dieser geringen Leistung bleiben feuchte oder schwerere Bestandteile meist auf dem Untergrund zurück, wodurch das manuelle Nacharbeiten mit Laubbesen nicht vermieden werden kann. 15m³/h sprechen dagegen für einen leistungsstarken Konkurrenten, der es auch mit stärkeren Verschmutzungen und schweren Elementen aufnehmen kann.

Weitere Entscheidungskriterien sind:


    • komfortable Bedienung:
      Verfügt der Laubsauger über bequeme Tragegurte oder Vorrichtungen zum Platzieren auf dem Rücken?

    • Gewicht des Gerätes:
      Benzinbetriebene Laubsauger können bis zu 5 Kilogramm oder mehr wiegen. Bei längerer Gartenarbeit wirkt sich das hohe Gewicht negativ aus. Umso leichter ein Laubsauger, desto besser.

    • Verkleinerungsrate Häckselwerk:
      Die Verkleinerungsrate sollte nicht unter 10:1 liegen.

    Vor- und Nachteile im Überblick

    Um die Kaufentscheidung zu erleichtern, wurden die Vor- und Nachteile von Laubsaugern in der Tabelle gegenübergestellt.

    Benzinbetriebene Laubsauger
    (inkl. Häckselwerk)
    Elektrisch betriebene Laubsauger
    (inkl. Häckselwerk)
    Vorteile
      • Zeitersparnis
      • Arbeitserleichterung
      • Eingesaugtes ist direkt kompostierbar
      • unabhängig von Ladezeiten
      • längere Einsätze möglich
      • evtl. leistungsstärker
      • Zeitersparnis
      • Eingesaugtes ist direkt kompostierbar
      • geringere Umweltbelastung, weil kein Benzin nötig ist
      • leichter
    Nachteile
      • natürliches Ökosystem wird gestört, weil Kleintiere eingesaugt und vernichtet werden
      • Lautstärke (bis zu 115 dB(A)) belastet Tierwelt und Mitmenschen
      • evtl. Gehörschutz erforderlich
      • Einsatz ist aufgrund der Geräte- und Maschinenlärmschutz-verordnung zeitlich begrenzt
      • höhere Umweltbelastung (Garten wird direkt mit Benzinrückständen belastet)
      • hohes Gewicht
      • natürliches Ökosystem wird gestört, weil Kleintiere eingesaugt und vernichtet werden
      • Lautstärke (bis zu 115 dB(A)) belastet Tierwelt und Mitmenschen
      • evtl. Gehörschutz erforderlich
      • Einsatz ist aufgrund der Geräte- und Maschinenlärmschutz-verordnung zeitlich begrenzt
      • abhängig von Ladezeiten
      • geringere Betriebsdauer

    Bild SchneckeZum Thema Lärmbelästigung durch Laubsauger sollten sich Nutzer dieser Geräte über die genauen Vorgaben der Geräte- und Maschinenlärmverordnung informieren. Auf der Internetpräsenz des Verband Wohneigentum e.V. heißt es unter anderem: “An Sonn- und Feiertagen müssen Rasenmäher, Laubsauger, Rasentrimmer, Heckenscheren, Schredder, Vertikutierer abgeschaltet bleiben. An Werktagen, auch Samstags, sind Ruhezeiten von 20:00 Uhr bis 7:00 Uhr einzuhalten.“

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  • Quelle: red | alle pixabay und Lizenz CC0 Public Domain
  • Erstellt am 21.11.2014 - 14:11Uhr | Zuletzt geändert am 21.11.2014 - 16:30Uhr
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